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Mittelalterliches Spectaculum: Fast wie bei den alten Ritterleuten

Wipperfürth -

In und um die Alte Drahtzieherei haben sich viele seltsam gekleidete Menschen versammelt – Gaukler, Ritter und Vertreter alter Handwerksberufe. Beim „Mittelalterlichen Spectaculum“, das jetzt zum zweiten Mal statt findet, gibt es viel zu sehen. Im Eingangsbereich geht ein Trommelmacher seinem Handwerk nach. Handgewebte Teppiche und jonglierende Gaukler runden das Bild ab.

Veranstalter des Spektakulums ist die Firma VPZ Events. „Wir wollen Sachen anbieten, die auch ein bisschen extravagant ist“, sagt Andreas Tabor. Er ist der Hauptorganisator des Spektakels. „Die Aussteller kommen aus ganz Deutschland, manche aus Hessen, manche aus Norddeutschland“, so Tabor. 1 700 Gäste waren im letzten Jahr in Wipperfürth zu Gast.

Familiäre Atmosphäre

Patronus Paternoster (Andreas List) ist als Märchenerzähler das erste Mal in Wipperfürth. Er bietet Puppenspiele und erzählt eigene oder abgewandelte Märchen. „Im „Krötenkönig, meiner Version des Froschkönigs, geht es etwas derber und mittelalterlicher zu“, beschreibt er. Viele Aussteller loben den familiären Charakter des Spektakulums. „Es ist einfach nur geil“, sagt Heike Kegenhof aus Altenkirchen. Sie ist seit etwa einem Jahr intensiv mit ihrem Stand auf solchen Events als „Arachnoe“ unterwegs. Sie spinnt Textilwaren. „Ich habe das vor 25 Jahren in der Volkshochschule gelernt“, erklärt sie. Auf die Idee gekommen zum Spinnen kam sie, weil sie selbst Schafe besitzt. „Und dann fragt man sich, wohin mit der Wolle“, lacht sie.

Schlendert man weiter, kommt man am Stand von Stephan Schönberg vorbei. Er kommt aus Bad Breisig und stellt jedes Wochenende seinen Met auf anderen Märkten aus. Er arbeitet mit Imker Norbert Kosubek aus Ratingen zusammen und stellt neben Met auch Liköre und Kirschbier selbst her. „Das ist alles selbst gemacht. Die Getränke sind schwefelfrei und ohne Sulfide oder jegliche Form vom Chemie“, beschreibt er sein Produkt.

Der fünfjährige Tim lässt sich an einem Stand mit Ritterhelm und Schwert ausstatten. Er ist mit seiner Mutter Vanessa Pramor hier. „Für die Kinder sind die Schwerter natürlich super. Wir haben zu Hause auch Holzschwerter“, sagt sie. Vanessa Pramor selbst gefällt aber besonders die Greifvogelschau. Hier können die Gäste sich mit einem Falken, einem Bussard, einer Eule oder sogar einem Adler auf dem Arm fotografieren lassen.

Tim Clever ist mit seinen Söhnen Maximilian (acht) und Konstantin (sechs) gekommen. „Wir kamen aus der Stadt und haben das dann zufällig gesehen. Es ist wirklich interessant hier“, sagt er, während er in die Runde der Stände blickt. Seine Eltern sind sehr mittelalter-affin, daher ist diese Welt nicht ganz neu für ihn. Die Besucher können sich nicht nur an Handwerkern und Künstlern, sondern auch an Flammkuchen oder einer deftigen Ritterpfanne erfreuen.


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