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Gefährliche Hundeköder in Bergisch Gladbach: Tierquäler legt mit Rasierklingen präparierte Wurst aus

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dpa

Bergisch Gladbach -

Hundebesitzer, die mit ihrem vierbeinigen Liebling im Bereich des Paffrather Kombibads „Gassi gehen“, sollten in den nächsten Tagen besonders vorsichtig sein. In der Nähe des Schwimmbads und in der Borngasse haben Hundeliebhaber am Wochenende zwei Köder gefunden, die mit Rasierklingen durchsetzt waren.

Beim ersten Köder war ein Wursthappen mit Klingen gespickt, beim zweiten war eine Rasierklinge mit Speck umwickelt. Wenige Tage vorher holte ein Passant seinem Hund ein Wurststück aus dem Mund. Als der Mann sich die Wurst näher anschaute, wurde er kreidebleich: Die Wurst war ebenfalls präpariert. Bei den Wurst- und Speckködern handelt es sich augenscheinlich um den mutwillig ausgelegten Köder eines bislang unbekannten Tierquälers. Durchaus möglich, dass weitere Präparate vom Täter rund um das Kombibad ausgebracht wurden.

Erfolglose Ermittlungen

„Solche inakzeptablen Aktionen ziehen sich durch das ganze Kreisgebiet. Immer wieder erhalten wir Meldungen von solchen Ködern“, sagt Polizeisprecher Peter Raubuch. Allerdings verliefen die Ermittlungen meist im Sande. Der Polizeisprecher: „Mir ist kein Fall bekannt, wo wir den Verursacher am Tatort erwischt haben.“

Dem Veterinäramt des Rheinisch-Bergischen Kreises sind keine weiteren Fälle bekannt, wo Tierquäler mit Rasierklingen durchsetzte Köder ausgelegt haben. Kreissprecher Alexander Schiele: „Im Jahr 2011 hat es einen Fall gegeben, wo vergiftete Hunde-Leckerchen ausgelegt wurden.“

Die befragten Tierärzte im Kreisgebiet haben Hunde mit Verletzungen durch Rasierklingen noch nicht auf dem Behandlungstisch gehabt. „Tiere mit Vergiftungen durch ausgelegte Giftköder hatte wir schon hier, mit Rasierklingen noch nicht“, sagt Natalie Nester von der Tierarztpraxis Steppuhn in Schildgen. Auch in der Tierklinik Leverkusen sind solche Fälle noch nicht behandelt worden.

Der Kreisveterinär rät Hundebesitzern generell, die Bereiche weiträumig zu meiden, an denen Köder gefunden werden. Außerdem empfiehlt er, den Hunden Maulkörbe anzulegen und die Tiere immer an der kurzen Leine zu führen.


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