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Baustelle in Rösrath: So ergeht es den Anwohnern mit der Baustelle an der Rotdornallee

Magdalena Müller (r.), Hund Bruno und Erika Binnenbruck (l.)

Magdalena Müller (r.), Hund Bruno und Erika Binnenbruck (l.)

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Klaus Daub

Rösrath -

Mit den Straßenbauarbeiten in der Rotdornallee haben Anwohner und Besucher schon seit November zu tun. Sie wirken sich auf die ganze Hoffnungsthaler Ortsmitte aus. Umwege und Staus sind an der Tagesordnung, der Parkplatzmangel hat sich verschärft. Zurzeit ist der erste Bauabschnitt in Arbeit, zwei weitere folgen.

Auf Umwegen zur Kita

Kathrin Gröhl, die gerade ihren Sohn von der Kita Purzelbaum abholt, kennt die Folgen der Bauarbeiten. Sie kommt mit dem Auto von der Bleifelder Straße, zurzeit kann sie von der Hofferhofer Straße nicht in die Rotdornallee, zur Kita, abbiegen. Sie muss erst auf die Hauptstraße und bis zum Veurneplatz fahren, von dort gelangt sie in die Rotdornallee.

Noch gravierender ist, dass auch andere den Umweg nehmen müssen, und so steht Gröhl morgens mit vielen Autofahrern im Stau, der sich vor der Ampel Hofferhofer Straße/Ecke Hauptstraße bildet. „Es ist schon nervig“, stellt sie fest. Die nächste Schwierigkeit folgt bei der Parkplatzsuche. Zurzeit sind die Bauarbeiter zwischen Hofferhofer Straße und Hover Weg aktiv, dort kann niemand parken.

So knubbeln sich die Autos der Eltern vor der Kita. Doch laut Gröhl funktioniert das inzwischen: „Morgens ist es mittlerweile so, dass man sich arrangiert.“ Eltern und Erzieher kennen ihre Fahrzeuge, da könne einer dem anderen auch mal im Weg stehen, ohne dass sich jemand aufrege. Keine Alternative ist für Gröhl das Parken in der Bahnhofstraße, mit einer vorübergehenden Einbahn-Regelung hat die Stadt dort für zusätzliche Pkw-Stellplätze gesorgt. Der Weg von dort zur Kita ist aber relativ weit. Noch weiter entfernt liegen die zusätzlichen Parkplätze am Volberger Friedhof und am Sportplatz Bergsegen. Sie hat die Stellplätze im Sommer und Herbst angelegt, um die Hoffnungsthaler Ortsmitte zu entlasten.

Viermal ums Karree

Auch die Kunden der Bäckerei Heimann in der Hauptstraße ärgern sich über das aktuelle Parkangebot. . Mitarbeiterin Nadine Ruh berichtet, dass die Gespräche beim Brötchen-Kauf immer um die Stellplatz-Suche kreisen. Ruh selbst kommt per Bus oder zu Fuß aus Forsbach, doch ihre motorisierten Kollegen haben das gleiche Problem wie die Kunden: „Die fahren drei-, viermal im Kreis, bis sie einen Parkplatz haben.“

Baufortschritt ist sichtbar

Anders ist die Situation für Passanten, die es nicht eilig haben. Magdalena Müller und Erika Binnenbruck, die mit Labrador-Rüde Bruno in die Ortsmitte spaziert sind, können sich den Baufortschritt in der Rotdornallee entspannt anschauen. Müller, die aus Bleifeld kommt, kennt die Probleme für Autofahrer aber gut. Auch sie beklagt das lange Warten vor der Ampel an der Hofferhofer Straße/Ecke Hauptstraße. „Der Verkehr in Richtung Ortsmitte ist sehr gestört“, stellt sie fest. Bei Normalbetrieb fahre ein erheblicher Teil der Autos von der Hofferhofer Straße in die Rotdornallee und weiter in Richtung Untereschbach.

Unterdessen zeigen sich Müller und Binnenbruck angetan von den ersten Ergebnissen der Bauarbeiten. An einer Straßenseite ist bereits zu erkennen, wie der neue Gehweg verlaufen wird. Auch die Vorarbeiten für eine neue Fahrbahndecke sind weit fortgeschritten. Die Hoffnung auf eine wirklicheVerbesserung sei da, findet auch eine Bekannte aus der Rotdornallee, der die Spaziergängerinnen begegnen. Den Baustellenlärm hält sie bislang für „erträglich“, sie befürwortet die Neugestaltung der Straße: „Wir warten 25 Jahre darauf, dass etwas gemacht wird. Für das viele Geld, das wir zahlen müssen, erhoffen wir uns, dass es am Ende vernünftig aussieht.“ Außerdem erwartet sie mehr Sicherheit, sobald an der Kreuzung Hofferhofer Straße/Rotdornallee ein Kreisverkehr eingerichtet ist: Der Autoverkehr werde gebremst, und für Fußgänger werde es leichter, die Straße zu überqueren. Der Kreisel-Bau beginnt allerdings erst im Juli.