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Neues sportliches Großereignis in Rhein-Berg: Im August fällt der Startschuss für die „Bergische 50“

Gut zu Fuß werden die Teilnehmer sein, wenn die „Bergische 50“ im August durch den Kreis führt.

Gut zu Fuß werden die Teilnehmer sein, wenn die „Bergische 50“ im August durch den Kreis führt.

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Daub

Rhein-Berg -

Im zweiten Anlauf hat es jetzt geklappt: Rhein-Berg wird neben dem Rad-Klassiker „Rund um Köln“ ein weiteres sportliches Großereignis beherbergen. Zum ersten Mal überhaupt fällt am 28. August der Startschuss für die „Bergische 50“. Dabei wird es zwar nicht um Sieger und Verlierer gehen. Aber die Veranstaltung ist nicht minder spektakulär: Hunderte, vielleicht auch weit über tausend Wanderer ziehen an einem Tag 50 Kilometer durchs Bergische Land – sofern sie ihre Füße soweit tragen.

Die Geschichte der Bergischen 50 hätte eigentlich schon im vergangenen Jahr gestartet werden sollen, dann aber „Bergische 100“ heißen müssen. Die Organisatoren um den Veranstalter Klaus Malorny aus Bergisch Gladbach hatten zunächst geplant, eine 100 Kilometer lange Rundstrecke anzubieten – ebenfalls zu durchwandern an einem einzigen Tag.

Erster Versuch scheiterte

Das ging schief. Trotz einer positiven Grundeinstellung der Politik und der Wirtschaftspartner scheiterte der Plan am Veto des Landschaftsbeirates. Dieses Gremium hatte einige Schwachstellen des Vorhabens offengelegt. So sollten Landschaftsschutzgebiete erwandert werden, für die Genehmigungen eingeholt werden müssten. Auch waren viele private Wege im Streckenplan enthalten, ohne dass alle Eigentümer schon zugestimmt hatten. „Wir haben damals Fehler gemacht“, gab Mit-Organisatorin Anna Malorny-Hey jetzt zu: „Wir sind da falsch herangegangen.“

Dennoch gaben die Organisatoren nicht auf. Im Streckenverlauf der abgespeckten „Bergische 50“ sind trotz aller landschaftlichen Reize keine besonders schützenswerten Gebiete mehr enthalten. Und alle Privatweg-Besitzer hätten auch schon zugestimmt, hieß es am Montag bei der Präsentation. Die Städte Overath und Wermelskirchen sind wegen der kürzeren Strecke unter den Tisch gefallen, so dass jetzt nur noch Bergisch Gladbach, Kürten und Teile von Odenthal erwandert werden. Der Startschuss ertönt am 28. August um 8 Uhr auf dem Konrad-Adenauer-Platz in Bergisch Gladbach. Die Route führt dann über Bensberg in Richtung Nordosten bis Kürten und über Bechen und Herrenstrunden zurück nach Gladbach. Es werden einige Höhepunkte wie der Klettergarten in Odenthal eingestreut, so dass die Wanderung auch einen Hauch von Abenteuer bekommt. Man rechnet damit, dass die letzten Wanderer innerhalb von zwölf Stunden wieder in Gladbach eintreffen. Sieger und Platzierte gibt es nicht. Jeder Teilnehmer erhält eine Medaille und ein umfangreiches Leistungspaket. Mitmachen kann man auch als Zweier- oder Vierer-Staffel sowie als Wandergruppe. Die Teilnahme kostet Geld. Die Preise starten bei 48 Euro und steigen je nach Zeitpunkt der Anmeldung an.

Das Ganze hat also durchaus auch einen kommerziellen Faktor. Doch steht für die Verantwortlichen der Kommunen der Werbeeffekt fürs Bergische Land im Vordergrund. „Die Bergische 50 trägt dazu bei, den Rheinisch-Bergischen Kreis als Destination für Wanderer weit über die Region hinaus noch bekannter zu machen“; sagte Landrat Dr. Hermann-Josef Tebroke: „Das ist ein Gewinn für und alle.“

Die drei Bürgermeister Lutz Urbach (Bergisch Gladbach), Willi Heider (Kürten) und Robert Lennerts (Odenthal) kündigten bei der Streckenvorstellung an, zumindest einen Teil mitzuwandern. Lutz Urbach – offenbar noch im Karnevalsmodus – sagte freudestrahlend: „Ich will bis Kilometer 28 gehen, weil es da eine warme Mahlzeit gibt.“ Verpflegungsstationen warten aber auch vorher und auf dem Rest der Strecke. Die Bergische 50 im Jahr 2016 soll kein einmaliges Ereignis bleiben. Auch für die Folgejahre soll die Wanderung im Terminkalender stehen. Und eventuell werden dann irgendwann doch einmal die 100 Kilometer angegangen.

www.bergische50.de


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