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Kölnische Rundschau | Schreibwarengeschäft in Bensberg: Drei Einbrüche innerhalb von 16 Tagen
21. January 2016
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Schreibwarengeschäft in Bensberg: Drei Einbrüche innerhalb von 16 Tagen

Selbst nach drei Einbrüchen in seinen Schreibwarenladen hat Jörg Neikes nicht seinen Humor verloren.

Selbst nach drei Einbrüchen in seinen Schreibwarenladen hat Jörg Neikes nicht seinen Humor verloren.

Foto:

Christopher Arlinghaus

Bergisch Gladbach -

Der Bensberger Holger Neikes ist ein Kandidat für das Guinness-Buch der Rekorde – wenn auch ein trauriger. Neikes, der in der Schloßstraße ein Schreibwarengeschäft unterhält, ist in einem Zeitraum von 16 Tagen dreimal Opfer von Einbruchdiebstählen geworden. Am 2. Januar, dem 6. Januar und zuletzt am 18. Januar schlugen die Täter zu.

Die Einbrüche liefen alle nach dem gleichen Schema ab: Mit brachialer Gewalt traten die Täter die Eingangstür seines Schreibwarenladens ein. „Eine andere Möglichkeit hätten die Diebe auch nicht gehabt, um in mein Geschäft zu kommen. Die Eingangstür ist der einzige Zugang zum Ladenlokal“, sagt Neikes.

Nur auf Bargeld abgesehen

Glück im Unglück für den Ladenbesitzer, dass die Täter es in allen Fällen nur auf Bargeld abgesehen hatten. Weder waren Regale ausgeräumt noch Schubladen herausgerissen. Eine häufige Praxis der Einbrecher auf der Suche nach Beute. „Die Einbrecher haben eindeutig nur Bargeld im Sinn gehabt“, glaubt Neikes.

Laut den Informationen des Ladenbesitzers haben die Diebe beim ersten Einbruch eine hübsche Geldsumme erbeutet, beim zweiten Versuch war es schon deutlich weniger und bei dem Einbruch am 18. Januar gingen die Diebe leer aus.

Neikes: „Die Täter kamen immer nachts. Nun wird jeden Abend die Kasse geleert. Das Bargeld bleibt nicht mehr im Geschäft.“ Zusätzlich zu dieser Vorsichtsmaßnahme hat der 43-Jährige in Sicherheitstechnik investiert. Seit dem 20. Januar werde sein Geschäft videoüberwacht und bei einem Einbruchsversuch schrillt in Zukunft eine Alarmanlage.

Neikes hat eine große Zahl von Stammkunden die sein Geschäft regelmäßig besuchen und die Einbruchsserie verfolgt haben. So auch Monika Kirsten, die am Donnerstag das Geschäft betritt und die neue Eingangstür betrachtet. „Es ist jetzt so warm in deinem Geschäft. Du hast wohl eine neue Tür“, begrüßt die junge Frau den Geschäftsmann mit einem Schmunzeln auf den Lippen. Neikes weiß nicht, warum gerade sein Geschäft Zielscheibe der Einbrecher geworden ist: „Noch vor einem Jahr habe ich über Nacht den Schlüssel stecken lassen und nichts ist passiert. Ich habe keine Idee.“ Die Polizei ermittelt.