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Mitsingkonzert mit Björn Heuser: Gläbbischer singen aus voller Kehle und „met Jeföhl“

Lange bitten musste Björn Heuser die Bergisch Gladbacher nicht: Beim Mitsingkonzert erwiesen sie sich als äußerst textfest und sangen die kölschen Lieder mit echter Leidenschaft.

Lange bitten musste Björn Heuser die Bergisch Gladbacher nicht: Beim Mitsingkonzert erwiesen sie sich als äußerst textfest und sangen die kölschen Lieder mit echter Leidenschaft.

Foto:

Arlinghaus

Bergisch Gladbach -

Zuerst gab’s Hamburger, Hämmchen und Mettbrötchen mit Zwiebeln im Brauhaus Gaffel am Bock, dazu ein lecker Kölsch. Doch als Björn Heuser, der kölsche Mitsingspezialist, die Gitarre gestimmt hatte und sein entwaffnendes Lächeln in die Menge geschickt hatte, ging es los mit dem „Wunschkonzert mit kölschen Klassikern“.

„Ich sing jetzt die Mutter aller kölschen Liedchen“, rief Heuser in die brechend volle Gaststube. „Da bin ich gespannt, ob ihr textfest seid.“ Von wegen! Die Schäbbisch Gläbbischer hatten alle kölschen Tön’ drauf: „Drink doch ene met“, der Starter für den Mitsingabend, ging voll auf das Punktekonto der Gäste. Björn Heuser musste keine Vorlage geben, aus dem Stand sangen alle kräftig mit, die ersten Schunkelgruppen wurden gesichtet. Nicht nur bei den Refrains waren die Gäste gut drauf mit der kölschen Sprache, auch die vielen Strophen wurden fehlerfrei gesungen, sogar a cappella ohne Gitarrenunterstützung. Gläbbisch ist eben der Vorort von Köln, Rheinländer sind die Bürger sowieso, da kann man so was einfach auswendig.

Auch „Ich han de Musik bestellt“ von den Paveiern und „Hey, Kölle, du ming Stadt am Rhing“ von den Höhnern gingen glatt durch die Kehle. Wie konnte das sein? „Tja, hier sind ja keine Touristen, wir können das alles auswendig“, meinte Gast Christian. Doch da kam gleich Protest von drei Mädchen „us Kölle“, Nicole, Andrea und Marie: „Nä, wir sind ja nicht von hier. Äver mer sin echte kölsche Mädchjer und keine Touristen.“ Gleich beim ersten Warmsingen füllten die Gäste die „Wunschzettel“ aus, die auf jedem der blank gescheuerten Biertische bereit lagen: Unter 54 kölschen Klassikern konnte man jene Titel ankreuzen, die Björn Heuser unbedingt anstimmen sollte zum Mitsingen. Kein Zweifel: Im Rennen lagen die Songs vorn, die so richtig innig das kölsche „Jeföhl“ und das überbordende Selbstbewusstsein, die Liebe zu den Mitmenschen und den Mädchenschwarm aus dem Viertel besingen. Eins war klar: „dat Hätz vun d’r Welt, dat is in Kölle“ und „Mir sin Kölsche us Kölle am Rhing“. Besonders beim Cat-Ballou-Song „Et jitt kei Woot, dat sage künnt, wat ich föhl, wenn ich an Kölle denk“ wurde allen so richtig warm ums Herz, schließlich sind die Jungs echte Bergisch Gladbacher. Darauf musste man glatt noch ein Kölsch durch die Kehle rinnen lassen, bevor es munter weiterging mit dem Mitsingen – bis die Stimme heiser wurde.

Wer’s verpasst hat, kann Björn Heusers Wunschkonzert im Gaffel am Bock wieder ab März erleben – an jedem ersten Donnerstag des Monats.


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