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Roboter: Damit im Alter der Alltag klappt

Spaß an Technik und Wettbewerb haben die OHG-Schüler des Roboterkurses. (Foto: Daub)

Spaß an Technik und Wettbewerb haben die OHG-Schüler des Roboterkurses. (Foto: Daub)

Bergisch Gladbach -

Es geht schnell. In 40 Sekunden holt der kleine Roboter einen Stuhl zum Reparieren, bringt der Oma den Hund und schaltet den Herd ab. Damit kein Unglück passiert.

Die Lego-Roboter-Weltmeisterschaft für Schulen steht unter dem Motto „Senior Solutions“ („Lösungen für Ältere“). Organisiert wird der Wettbewerb durch die Kooperationsgemeinschaft ZDI (Zukunft durch Innovation) NRW, die Arbeitsagenturen und die EU.

Noch langer Weg bis zum WM-Finale

Den ersten Platz beim Regionalwettbewerb feierte der Roboterkurs des Bensberger Otto-Hahn-Gymnasiums. Damit steht er im Landesfinale am 13. Juli in Mülheim an der Ruhr. Bis zum WM-Finale ist es aber noch ein weiter Weg.

„Theoretisch aber möglich“, sagt Thomas Kerschner. Der Kursleiter und Physiklehrer ist angetan von der Motivation der 14- bis 15-jährigen Schüler. Es ist Freitagnachmittag – eigentlich schulfrei – aber seit sechs Wochen arbeitet ein Drittel des Kurses auch nach dem Klingeln weiter. „Um vier Uhr muss ich die hier rausjagen“, sagt Kerschner, der ebenfalls in seiner Freizeit dabei ist. „Gerade wenn man immer hört, dass die Jugend besonders im technischen Bereich so unmotiviert sei, ist das eine sehr schöne Sache hier.“

Also arbeiten alle weiter an dem kleinen, chipgesteuerten Gefährt, um Effizienz, Geschwindigkeit und Präzision zu optimieren. „Ich habe zu Hause selbst einen Roboter, deswegen bin ich in den Kurs gegangen“, sagt Robin.

Im Kurs standen erst Grundlagen in Programmierung und Konstruktion auf dem Plan, das zweite Halbjahr diente der Vorbereitung auf den Wettbewerb. Die Arbeitsplatte, auf der der Roboter seine Aufgaben erledigen muss, ist für alle Teilnehmer gleich. Genau wie die Aufgaben, die in zweieinhalb Minuten erledigt werden müssen. Es muss zudem geplant werden: Alle Aufgaben in der Zeit zu schaffen, ist unmöglich. Es gibt unterschiedliche Punkte, also müssen die Schüler ihrem Roboter die Aufgaben zuweisen, die er am schnellsten abarbeiten kann. Es ist mehr als Spielerei: Zwar ist der Roboter nur knapp 20 Zentimeter hoch, Omas Herd nur 15. Doch was im Kleinen klappt, funktioniert auch im echten Haushalt. Vielleicht kommt der erste funktionierende „Hilfe-für-Senioren-Roboter“ von Schülern des OHG.