Aktuelle Nachrichten aus Köln, der Region und der ganzen Welt

KG für uns Pänz in Refrath: Jubiläumssitzung im gallischen Dorf

Foto:

Anton Luhr

Bergisch Gladbach -

Die Kostümsitzung der Refrather KG Für uns Pänz wird nicht umsonst die „Mutter aller Sitzungen “ genannt, die Stimmung in der Steinbreche ist immer ausgelassen. In diesem Jahr vielleicht noch mehr als sonst, denn schließlich wird nicht alle Tage der Präsident vom Bürgermeister geehrt. Gladbachs erster Bürger Lutz Urbach zeichnete Thorsten Wittemann während der Sitzung für dessen ehrenamtliches Engagement mit der goldenen Ehrennadel der Stadt aus.

Denn Wittemann ist nicht nur Gründungsmitglied der KG, die vor 22 Jahren aus der Taufe gehoben wurde, und heute deren „Stammesvorsitzender“, wie Urbach im Hinblick auf das aktuelle Motto „Räfed, uns gallisch Dörp“ es formulierte. Wittemann war zuvor viele Jahre in der Pfadfinderschaft St. Georg sowie der Pfarrjugend aktiv.

Seit nunmehr elf Jahren ist Wittemann auch Vorsitzer des Trägervereins des Bürgerzentrums Steinbreche. „Ich habe schlechte Nachrichten für euch, ich werde zumindest die Kindersitzung nur bis zu meinem 80. Geburtstag moderieren“, sagte Wittemann, der gerade 50 geworden ist, mit einem Augenzwinkern. Ernster war es ihm da schon mit der Aufforderung als Publikum: „Geht raus und tut was, bringt euch für die Gemeinschaft ein.“

Literat Winfried Schwamborn hatte ein Programm zusammengestellt, das einer Jubiläumssitzung würdig war. Neben den Bands Miljö und Kölschraum gab es schwungvolle Auftritte der Tanzgruppen aus Bechen, der Höppemötzjer und der Refrather Piratengarde. Ein Ausrufezeichen am Ende der Sitzung setzten die Klävvbotze, die gemeinsam mit Mama Afrika auftraten. Und nicht zu vergessen der Auftritt des Dreigestirns, das mit einem wilden Haufen Gallier auf die Bühne zog und dem stolzen Römer Wittemann das Mikrofon abtrotzte.

Prinz Jörg, Vorsitzender der KG für uns Pänz, Bauer Christoph und Jungfrau Hariette sind Eigengewächse der KG, Bauer und Jungfrau legten als Mitglieder des Bauausschusses noch am Tag der Sitzung höchstpersönlich Hand an. Sturm und Regen hatten ein Zelt vor der Steinbreche einknicken lassen. Und obwohl die Jungfrau schon fertig geschminkt war, half sie/er, das beschädigte Zelt beiseite zu räumen.