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Rettungsmaßnahme in Rhein-Berg: 23 Hunde und 16 Katzen aus Wohnung befreit

Auch dieser Hund wurde aus der Wohnung geholt.

Auch dieser Hund wurde aus der Wohnung geholt.

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Rhein-Berg -

Den Mitarbeitern des Veterinäramtes muss sich ein verstörender Anblick geboten haben: 23 Hunde und 16 Katzen zusammengepfercht auf engstem Raum, einige von ihnen bei schlechter Gesundheit und verstört. Doch nun ist erst einmal Schluss mit diesem Zustand. In einem Großeinsatz hat das Veterinäramt der Kreises die 39 Vierbeiner aus einer Privatwohnung in Burscheid befreit. Sie haben dort, so teilte die Kreisverwaltung mit, unter „katastrophalen und tierschutzwidrigen Umständen“ gelebt.

Halterin der Tiere war eine Frau, die schon länger im Blickfeld des Veterinäramtes stand. Nähere Angaben zu ihrer Person macht die Kreisverwaltung aus Gründen des Datenschutzes nicht. Alle Versuche der Behörde, die Hunde und Katzen früher aus dem kleinen Haus im Stadtgebiet von Burscheid zu befreien, waren erfolglos geblieben. Die Halterin habe sich konstant geweigert, den Mitarbeiterin des Amtes den Zutritt zum Haus zu gestatten, hieß es.

Alles andere als artgerecht

Erst nach einem sehr konkreten und – so Kreispressesprecher Alexander Schiele – „letzten Endes entscheidenden Hinweis“ aus dem Umfeld der Frau habe man die Handhabe gehabt, einen Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts zu erwirken. Mit diesem Papier in den Händen konnten die Mitarbeiter des Veterinäramtes jetzt endlich in die Wohnung.

Bei den Tieren handelt es sich um 21 Schäferhunde, zwei Corgi-Hunde und 16 Katzen. Schon ihr äußeres Erscheinungsbild lässt vermuten, dass sie von der Frau alles andere als artgerecht gehalten worden sind. Die Vierbeiner kommen nun zunächst in den Tierheimen Kürten, Wermelskirchen, Wipperfürth und Köln-Dellbrück unter. Auch eine private Halterin übernahm einige Tiere. Amtstierarzt Dr. Thomas Mönig bedankte sich bei diesen Einrichtungen und den örtlichen Tierschutzvereinen ausdrücklich für die Bereitschaft, in diesem Fall unbürokratische Hilfe zu leisten. Die geretteten Hunde und Katzen werden nun auf ihren Gesundheitszustand hin überprüft. Gegen die Halterin aus Burscheid wurde Strafantrag wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gestellt.