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Abbau in Erftstadt: Kiesgrube Nowotnik in Blessem wird erweitert

Die Kiesgrube des Unternehmens Nowotnik in Blessem wird auf 44 000 Quadratmeter erweitert.

Die Kiesgrube des Unternehmens Nowotnik in Blessem wird auf 44 000 Quadratmeter erweitert.

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Komuth

Erftstadt-Blessem -

Gewaltige Erdmassen werden in der Kiesgrube Nowotnik am Ortsrand von Blessem bewegt. Dort wird die derzeit 28 000 Quadratmeter große Grube auf eine Gesamtgröße von 44 000 Quadratmeter erweitert. Hinzu kommen knapp 4000 Quadratmeter Ausgleichsflächen. Von diesen wiederum sind 1800 Quadratmeter als Ackerflächen genutzt, das restliche Land wird aufgeforstet.

Insgesamt könne bis zu einer Tiefe von etwa 60 Metern ausgekiest werden, erläutert Firmenchef Hans Georg Nowotnik. „Die ersten vier bis fünf Meter sind Abraum, der unter anderem für die Gestaltung der Böschung verwendet wird.“ Die übrigen Mengen würden auf dem Firmengelände verteilt. Bei stabiler Wetterlage könne der etwa 1,50 Meter hohe Erdwall für den Hochwasserschutz demnächst errichtet werden. Er zieht sich komplett um die Erweiterungsfläche und wird 1,2 Kilometer lang sein.

Das Gelände der bestehenden Grube war vor kurzem erst komplett neu mit Mauer und Stabgitterzaun eingefasst worden.

Nowotnik betont, dass die Erweiterung der Grube trotz ihrer Dimension keine Auswirkungen auf die benachbarte Ortschaft habe. Setzungen etwa, seien nicht zu befürchten. Es habe eingehende geologische Untersuchungen gegeben. Erst nach sorgfältiger Prüfung sei die Genehmigung zur Auskiesung von der Abteilung Bergbau und Energie der Bezirksregierung Arnsberg erteilt worden.

Die Planungen von Nowotnik gehen davon aus, dass die Erweiterungsfläche etwa 25 Jahre lang ausgekiest wird und insgesamt rund 15 Millionen Tonnen Kies in allen Körnungen gefördert werden können. „Das Material wird für den Straßenbau und für die Herstellung von Beton verwendet.“

Die Firma Nowotnik wurde 1958 von Jakob Nowotnik gegründet. Zur ersten Ausstattung zählten eine Raupe und ein Lkw. 1963 wurde die Kiesgrube in Kerpen-Blatzheim gekauft und 1972 das Kies- und Fertigbetonwerk in Blessem gebaut. Mit dem Kies der Firma wurden unter anderem 1978 die Startbahn des Fliegerhorstes Nörvenich und von 1980 bis 1983 die Autobahn 61 zwischen Jackerath und Bergheim gebaut.


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