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Kölnische Rundschau | Geschlossene Turnhallen: Bürgerhausverein bietet Sportlern Platz
18. February 2016
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Geschlossene Turnhallen: Bürgerhausverein bietet Sportlern Platz

Bürgerhausverein hilft Sportlern

Kinder spielen Futsal in einer Turnhalle.

Foto:

dpa

Bergheim -

Nach der Schließung zahlreicher Turn- und Mehrzweckhallen wegen statischer Mängel ist die Stadtverwaltung bemüht, Ersatz für Schulen und Vereine zu finden, soweit das möglich ist. Zwei Gruppen würden dabei besonders berücksichtigt, berichtet Beigeordneter Klaus-Hermann Rössler. „Vereine, die Meisterschaften absolvieren und auf Hallen angewiesen sind, sowie Schulklassen, die das Fach Sport als Abschlussfach haben, sollen die Möglichkeit haben, in Hallen Sport zu treiben“, sagt Rössler. Daran arbeite die Verwaltung derzeit mit Hochdruck.

Nur neun der 20 Bergheimer Hallen seien derzeit noch geöffnet, und das auch nur mit Einschränkungen. Teilweise nutzbar seien die Halle an der Herbergerstraße und die Zweifachhalle der Gesamtschule (Quadrath-Ichendorf), die neue Halle an der Grundschule in Glessen, die Mehrzweckhalle in Ahe und die Halle in Kenten.

Zwar nutzbar, jedoch ohne Ballsport, seien die Hallen am Erftgymnasium und an der Silverbergstraße in Niederaußem sowie die alte Halle an der Grundschule in Glessen und ein Teil der Halle in Glesch. Bei allen restlichen Hallen sowie im Fortunabad, wo ebenfalls ein Statikproblem besteht, ist der Sanierungsbedarf größer. Bis zur Sitzung des Bildungsausschusses am Donnerstag, 3. März, will die Verwaltung einen umfangreichen Zwischenbericht vorlegen.

Bürgerhausverein bietet Übungstermine an

Nachdem es zunächst in einigen Hallen Probleme mit einer mangelhaften Deckenkonstruktion gegeben hatte, stellte sich nun bei einer Untersuchung durch einen Statiker heraus, dass in vielen Hallen die sogenannten Akustikschalen nicht fachgerecht mit den tragenden Wänden verbunden sind.

Hilfe für nun hallenlose Vereine gibt es unter anderem in Oberaußem. Der Bürgerhausverein Oberaußem (BVO), der das dortige Bürgerhaus der Stadt seit 2013 betreibt, „sah sich in der Pflicht zu helfen“, sagt BVO-Geschäftsführer Hans-Josef Weck. „Aufgrund der kurzfristigen Sperrungen war Eile geboten, um die Existenz der Vereine und deren Gruppen nicht zu gefährden.“

So habe der BVO, dessen Vorsitzender Ortsbürgermeister Norbert Otto ist, mehreren Vereinen auf deren Anfrage hin Übungstermine anbieten können. Nun trainieren etwa eine Seniorentanzgruppe des SV Erftstolz Niederaußem, Kindergymnastikgruppen des Oberaußemer Volleyballvereins oder auch eine Kindergruppe des VfL im Bürgerhaus. Der Kunstradfahrverein Freie Bahn wiederum nutzt die Aula der Fortunaschule.