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Bilanz der Autobahnpolizei: Kreuz Kerpen ist ein Unfallschwerpunkt in der Region

Im Juli musste die Fahrerin eines Kleinwagens nach einem Unfall auf der A 4 bei Frechen ins Krankenhaus geflogen werden.

Im Juli musste die Fahrerin eines Kleinwagens nach einem Unfall auf der A 4 bei Frechen ins Krankenhaus geflogen werden.

Foto:

Beißel

Rhein-Erft-Kreis -

Die Zahl der Verkehrsunfälle auf den Autobahnen im Rhein-Erft-Kreis ist gestiegen. Allerdings gab es weniger Schwerverletzte. Das ist die Bilanz der Autobahnpolizei Köln, die die Zahlen zur Unfallentwicklung auf den Autobahnen am Mittwoch präsentierte.

Auf dem rund 94 Kilometer langen Autobahnnetz im Kreis kam es im vergangenen Jahr zu 1217 Unfällen. Das waren 127 mehr als noch vor Jahresfrist. Die Zahl der Verunglückten stieg um zwölf auf 220. 141 Menschen wurden verletzt. 41 Unfallopfer erlitten schwere Verletzungen. 2014 waren es noch 55 gewesen.

Todesopfer gab es im vergangenen Jahr auf der Autobahn glücklicherweise nicht. Vor einem Jahr waren drei tödlich Verletzte zu beklagen.

Zu hohe Geschwindigkeit

Die meisten schweren Unfällen ereigneten sich auf der A 4 zwischen dem Autobahnkreuz Kerpen und dem Kreuz Köln-West, auf der A1/A61 zwischen dem Bliesheimer Kreuz und dem Autobahndreieck Erfttal und auf der A 555 bei Wesseling in Fahrtrichtung Köln.

441 Unfälle führt die Polizei auf erhöhte Geschwindigkeit oder einen zu geringen Sicherheitsabstand zurück. Das waren mehr als ein Drittel aller Unfälle auf der Autobahn. Die Zahl der Unfälle, die aus zu hohem Tempo oder einem nicht angemessenen Abstand resultierten, stieg binnen Jahresfrist um 80. Bei diesen Unfällen gab es 134 Verunglückte, 25 mehr als im vergangenen Jahr. Zu den Unfallschwerpunkten gehörte auch hier der Bereich auf der A 4 rund ums Kreuz Kerpen, sowohl in Fahrtrichtung Köln als auch in Fahrtrichtung Aachen. Stark gestiegen, auch auf mittelfristige Sicht, ist die Zahl der Unfälle an Stauenden. Im vergangenen Jahr wurden 78 solcher Unfälle mit 40 Verunglückten gezählt. Im vergangenen Jahr waren es nur 46 Unfälle mit 33 Beteiligten gewesen. Zum Vergleich: Im Jahr 2010 gab es lediglich 34 Kollisionen am Stauende mit 19 Verunglückten. Zu verzeichnen waren auch mehr Unfälle in Baustellen auf der Autobahn. Hier führt die Polizei für das vergangenen Jahr 191 Unfälle mit 16 Verunglückten an. 2014 gab es nur 106 Baustellen-Unfälle auf der Autobahn. Das allerdings war ein Ausreißer nach unten. 2013 waren es 183 Unfälle gewesen, 2012 wurden 178 gezählt. Von Lastwagenfahrern wurden 385 Autobahn-Unfälle verursacht, 53 mehr als vor Jahresfrist. Die Zahl der Unfallopfer blieb jedoch fast gleich. Sie sank um eines auf 43. 2014 hatte es zudem ein Todesopfer bei einem Unfall gegeben, der von einem Lkw-Fahrer verursacht worden war.


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