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Brand in Lagerhalle am Pulheimer See: Hoher Schaden beim Pulheimer Surf- und Segel-Club

Flammen in einer Lagerhalle haben am Samstagmittag 18 Boote, sechs Surfbretter und eine komplette Werkstattausrüstung des Surf- und Segel-Clubs Pulheim völlig zerstört.

Flammen in einer Lagerhalle haben am Samstagmittag 18 Boote, sechs Surfbretter und eine komplette Werkstattausrüstung des Surf- und Segel-Clubs Pulheim völlig zerstört.

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privat

Pulheim -

Kurt Messerschmidt, Vorsitzender des Surf- und Segel-Clubs Pulheim (SSCP), ist immer noch schockiert. Die Ereignisse vom Wochenende wirken nach. Der rund 300 Mitglieder zählende Club stehe jetzt vor großen Problemen. „An einer Lösung arbeitet der Vorstand in den kommenden Wochen mit Hochdruck.“

Am Samstagmittag hatte ein Brand eine Lagerhalle der Firma Terra-Kieswerk am Pulheimer See zerstört. In einem Teil waren Öl, Dieselkraftstoff und technische Gase gelagert. Auch den anderen Teil der Halle, der an den SSCP vermietet ist, zerstörten die Flammen. Beide Hallen seien zwar durch eine dicke Brandschutzmauer getrennt gewesen, sagt Kurt Messerschmidt. „Aber der Brand griff über das Dach auf den zweiten Gebäudeteil über.“

Versicherung zahlt Zeitwert

Von den 18 Booten, den sechs Surfbrettern und der kompletten Werkstattausrüstung, die der SSCP dort gelagert hatte, blieb nichts übrig. „Wir hatten eine Kran-Anlage installiert, mit der wir jeweils fünf Boote übereinander in die Regale stapeln konnten. Das war alles Eigenbau.“ Der Schaden dürfte an die 100?000 Euro gehen, vermutet der Vereinsvorsitzende. „Wir haben zwar eine Vollkasko-Versicherung für einige Boote, die wohl den Zeitwert übernimmt, aber das wäre nur ein Bruchteil der Summe.“

Dass der Brand einen Großteil der Boote – darunter sechs der Klasse Schwertzugvögel – zerstört habe, sei so kurz vor dem Start in die Segelsaison ein Riesenproblem für den Verein. „Es ist schwer, gute Boote zu bekommen, insbesondere die größeren Schwertzugvögel, die wir für die Ausbildung brauchen.“ Auf dem Markt gebe es entweder gebrauchte Boote oder neue. „Dann kostet eines 20?000 Euro.“ Glücklicherweise gebe es ein paar private Besitzer, die dem Verein ihre Boote zur Verfügung stellten. „Wir brauchen vier für die Ausbildung, die bekommen wir wohl auch.“

Improvisieren muss der Verein möglicherweise auch bei der Ausbildung der Segel-Jugend. „Zwölf Jugendboote wurden zerstört, darunter einige der Klasse Open Bic und 420er und drei Piraten.“ Mit einem der Piraten sei ein SSCP-Team im letzten Jahr dritter bei der Europameisterschaft auf dem Traunsee geworden. „Eher dürftig werden wohl die Clubregatten ausfallen – es werden Boote fehlen.“ Weniger gravierend seien die Folgen für die Ausbildung der Jüngsten. „Optimisten für die Kinder haben wir noch, sie sind an anderer Stelle gelagert.“

Sorgen bereitet Kurt Messerschmidt auch dies: Die Halle sei zerstört, sie werde wohl auch nicht mehr aufgebaut. „Aber der Verein braucht eine Bootshalle für den Winter, allein schon, um die Boote wieder fit zu machen, außerdem müssen sie im Winter aus dem Wasser raus.“ Es sei möglich, sie in den Winter mit Planen abzudecken, aber ein Boot sei immer pflegebedürftig. „Eine optimale Lösung sei das nicht.“ Nun suche der Verein nach Alternativen und hoffe auf die Unterstützung der Stadt.