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Bürgerpark: Spatenstich für eine grüne Oase in Hürth

Spatenstich für die Erweiterung des Bürgerparks: Manfred Siry, Bert Dreßen, Inge Kürten-Noack, Herbert Verbrüggen, Otto Winkelhag, Dirk Breuer, Frank Breuer und Reinhold Mengel (v.l.).

Spatenstich für die Erweiterung des Bürgerparks: Manfred Siry, Bert Dreßen, Inge Kürten-Noack, Herbert Verbrüggen, Otto Winkelhag, Dirk Breuer, Frank Breuer und Reinhold Mengel (v.l.).

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Weinert

Hürth -

Was Spaziergänger, Jogger und Radfahrer im Sommer Neues vorfinden werden, dürfte alle freuen. Der erste Spatenstich für die Erweiterung des Bürgerparks ist getan, die Planung verspricht eine grüne Oase zwischen Stotzheim und Hermülheim.

Am Wirtschaftsweg Auf dem Klee neben den Sportplätzen hinter dem Schulzentrum griff Bürgermeister Dirk Breuer gestern zusammen mit Vertretern aus Verwaltung, Politik und dem Projektentwickler Energiekontor symbolisch zum Spaten. Ein Bagger steht schon parat, um Tonnen von Erde für die Modellierung des 3,4 Hektar großen Areals zu bewegen.

Mit der naturnahen Gestaltung gehe ein langgehegter Wunsch vor allem der älteren Stotzheimer in Erfüllung, sagte Ortsvorsteher Otto Winkelhag. Ein Rundweg durchs Grüne wird künftig von Stotzheim zum Bürgerpark und wieder zurück führen. Freudig sehe auch die Jägerschaft dem erweiterten Lebensraum für Niederwild wie Fasanen und Hasen entgegen, sagte Winkelhag.

Über die Anlage von Fuß- und Radwegeverbindungen hinaus sind Erdhügel, eine geschwungene Allee mit etwa 80 neu angepflanzten Bäumen, ein Naturlehrpfad mit „Bäumen des Jahres“ von 1989 bis 2015 und weitläufige Wiesen vorgesehen. Bereits reserviert ist ein Areal für sechs Flächen, die mit Spiel- und Fitnessgeräten für Kinder und Erwachsene ausgestattet werden. Das 2011 beschlossene Gestaltungskonzept stammt noch von dem inzwischen pensionierten städtischen Landschaftsplaner Reinhold Mengel.

Ausgleich für Windräder

Über die Kosten von etwa 300 000 Euro muss die Stadt nicht nachdenken. Als Ausgleich für den Bau von drei Windrädern im Weiler Berrenrath bezahlt der Projektentwickler Energiekontor die Erweiterung. Deren Niederlassungsleiter Diplom-Ingenieur Frank Breuer sagte zufrieden: „Sonst legen wir eine Ausgleichsflächen in der Landschaft an, hier kommt sie den Bürgern unmittelbar zugute.“

„Ich bin dankbar“, sagte Dirk Breuer. Mehr als zehn Jahre seien ins Land gezogen von ersten Überlegungen der Lokalen Agenda, ein grünes Band entlang der Efferener Straße anzulegen. Der Wunsch nach einer Erweiterung des Bürgerparks kam 2010 hinzu, nicht zuletzt um das städtische Ökokonto zu polstern. Denn ursprünglich waren einige Straßenausbauten geplant. Aufgrund der angespannten Haushaltslage wurde daraus nichts. Bis die Stadt 2013 auf die Idee kam, Energiekontor die Umsetzung als Ausgleich für den Windpark in Berrenrath vorzuschlagen.