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Familienbad De Bütt: Sauna im Familienbad soll privatisiert werden

Ins Schwitzen kommen nicht nur die Besucher, sondern auch die Betreiber der Sauna im Familienbad De Bütt. Denn der Betrieb verursacht jährlich hohe Defizite.

Ins Schwitzen kommen nicht nur die Besucher, sondern auch die Betreiber der Sauna im Familienbad De Bütt. Denn der Betrieb verursacht jährlich hohe Defizite.

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privat

Hürth -

Eigentlich sollten die Besucher der Sauna im Familienbad De Bütt mit ihren Eintrittsgeldern auch den defizitären öffentlichen Badebetrieb subventionieren – tatsächlich macht aber auch die Sauna erheblich Miese. Das kam nach Angaben von CDU und Grünen aber erst heraus, nachdem der Wirtschaftsplan neu aufgeschlüsselt wurde. Die schwarz-grüne Kooperation will nun gegensteuern und den Saunabetrieb an einen privaten Betreiber ausgliedern.

„300 000 Euro Verlust im Jahr kann man nicht einfach stehen lassen“, meint CDU-Fraktionschef Rüdiger Winkler. Er kritisiert, dass auch andere finanzielle Risiken im Etatentwurf, den noch der frühere Bürgermeister Walther Boecker (SPD) eingebracht hatte, verschleiert worden seien. So seien etwa die Kosten für die anstehende Sanierung der Bauteile A und C des Ernst-Mach-Gymnasiums nicht veranschlagt worden. Acht Millionen Euro wurden dafür nun in die mittelfristige Finanzplanung bis 2019 eingestellt. Das schwarz-grüne Bündnis will den Haushaltsplan transparenter machen – und dann auch unpopuläre Maßnahmen durchsetzen.

Welche das sein werden, ließen die Kooperationspartner weitgehend offen. Sie strichen vor allem den Handlungsbedarf heraus. „Hürth ist pleite“, spitzt CDU-Fraktionsgeschäftsführer Björn Burzinski zu. Winkler betont, dass es vom kommenden Jahr an „ans Eingemachte gehen“ werde, weil sich sonst die Etatdefizite bis 2019 auf 51 Millionen Euro summierten, und das trotz einer Erhöhung der Grundsteuer B um 60 Punkte.

Die Steuererhöhung, die der neue Bürgermeister Dirk Breuer (CDU) vorgeschlagen hat, tragen beide Fraktionen mit. Notgedrungen, wie sie betonen, denn anders sei ein Haushaltssicherungskonzept, das der Stadt die finanzielle Handlungsfähigkeit nehmen würde, nicht zu vermeiden. Vom kommenden Jahr an müsse aber vor allem gespart werden – etwa beim Betrieb der Musikschule oder durch Kooperationen im Kulturbereich mit den Nachbarstädten. Auch geplante Investitionen ins Familienbad sollen auf den Prüfstand gestellt werden.

Zunächst aber wollen die Kooperationspartner Geld ausgeben. Für 50 000 Euro soll eine Organisationsanalyse in Auftrag gegeben werden, um die Verwaltung effizienter zu machen. Nicht gespart werden soll an den Schulen, betont Burzinski. Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Dr. Friederike Seydel verweist darauf, dass auch vorgesehene Investitionen ins Energiemanagement und den Klimaschutz langfristig Geld sparten. Der Klimaschutzmanager soll deshalb nun dauerhaft eingestellt werden.


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