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Kölnische Rundschau | Flüchtlinge in Bergheim: Glessener Turnhalle wird für Unterbringung gebraucht
04. December 2015
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Flüchtlinge in Bergheim: Glessener Turnhalle wird für Unterbringung gebraucht

Vorbereitung einer Turnhalle für Flüchtlinge. (Symbolbild)

Vorbereitung einer Turnhalle für Flüchtlinge. (Symbolbild)

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Norbert Kurth

Bergheim-Glessen -

Allen Bemühungen zum Trotz kommt die Stadt Bergheim offenbar doch nicht daran vorbei, eine weitere Turnhalle für die Unterbringung von Flüchtlingen zu nutzen. Ab Ende Februar soll die Mehrzweckhalle an der Rochusschule in Glessen demnach als Unterkunft dienen, nach derzeitigem Stand jedoch nur vorübergehend, wie die Stadtverwaltung betont.

Die Nutzung der Halle in Glessen dient dazu, eine zeitliche Lücke zu schließen. Rund 100 Flüchtlinge sind derzeit in den Erntehelferwohnungen des Hallerhofs in Oberaußem untergebracht. Die Mietverträge liefen jedoch Ende Februar und Ende März aus, wie die Stadtverwaltung mitteilt. „Leider schaffen wir es wohl nicht, die für die Unterbringung der Flüchtlinge vorgesehenen leeren Räume der Helen-Keller-Schule in Niederaußem rechtzeitig umzubauen“, sagt Wolfgang Weitz von der Stadtverwaltung. Daher sehe man sich gezwungen, auf die Glessener Mehrzweckhalle zurückzugreifen.

Man habe die Herrichtung und Nutzung der Halle jedoch so geplant, dass alle für Karneval anberaumten Veranstaltungen in der Mehrzweckhalle stattfinden könnten, sagt Weitz. Erst nach Aschermittwoch soll die Halle hergerichtet werden.

Zusammen mit der Schulleitung der Rochusschule sowie den Vereinen aus Büsdorf, Fliesteden und Glessen, die derzeit die Hallen nutze, sucht die Stadtverwaltung nach Ausweichmöglichkeiten für den Schul- und Vereinssport. Wie in anderen Hallen auch, wird es eine Betreuung rund um die Uhr durch einen sozialen Träger sowie einen Sicherheitsdienst geben.

Seit dem 18. November ist nun auch die Turnhalle an der Von-Langen-Straße in Zieverich mit Flüchtlingen belegt. Die Stadt hatte die Halle zunächst als Erstaufnahmeeinrichtung des Landes vorgehalten. Da die Bezirksregierung die Notunterkunft jedoch nicht in Anspruch nahm, nutzt die Stadt die bereits hergerichtete Halle nun für zugewiesene Flüchtlinge.