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Kölnische Rundschau | Flüchtlinge in Frechen: Container auf dem Tennenplatz der Sportanlage Herbertskaul
20. January 2016
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Flüchtlinge in Frechen: Container auf dem Tennenplatz der Sportanlage Herbertskaul

Auf dem Fußballtennenplatz 3, der zwischen dem Kunstrasen- und dem Rasenplatz liegt, sollen ab April Container aufgestellt werden, in die Flüchtlinge einziehen sollen.

Auf dem Fußballtennenplatz 3, der zwischen dem Kunstrasen- und dem Rasenplatz liegt, sollen ab April Container aufgestellt werden, in die Flüchtlinge einziehen sollen.

Foto:

Roth

Frechen -

Bisher sieht die Fläche noch nicht sehr heimelig aus, sie hat aber einige Vorteile. Der Tennenplatz der Sportanlage Herbertskaul liegt einigermaßen zentral, die Innenstadt ist zu Fuß gut zu erreichen. Hier soll eine Sammelunterkunft für 432 Flüchtlinge entstehen. Die Planungen laufen. Nun wartet die Stadtverwaltung auf die Container, die im März, spätestens April geliefert werden sollen.

Farbig gestaltet

Die Container sollen bunt werden. „Wir wollten keine grauen Container aufstellen, sondern sie farblich ansprechend gestalten, auch zur Orientierung für die neuen Bewohner.“ In der Erstunterkunft in der Turnhalle des Gymnasiums haben die Gänge zwischen den Zelten Straßennamen erhalten. So gebe es unter anderem eine Stupp-Allee, berichtete Bürgermeisterin Susanne Stupp erfreut.

In einem Treffen unterrichte sie die Spitzen der Ratsfraktionen, dass die Stadt weitere Asylsuchende unterbringen müsse und deshalb mit dem Gelände des Sportparks Herbertskaul plane. Dort, auf dem Tennenplatz 3, sollen kurzfristig Modulbauten errichtet werden.

Das wird den Sportbetrieb beeinträchtigen. Mit den Verantwortlichen der betroffenen Fußballvereine Frechen 46, Viktoria Frechen und Umut Frechen 2002 ist bereits gesprochen worden. Die Vereine haben vor kurzem an den städtischen Umkleiden Anbauten errichtet – die werden nun zum Teil abgerissen. Dadurch wird die Zufahrt zum Sportgelände wiederhergestellt. Sie wird für Versorgungsleitungen, aber auch zum Anliefern von Baumaterial und Containern gebraucht.

Durchschnittlich kommen 32 neue Flüchtlinge pro Woche in Frechen an. Bei dieser Frequenz wären die vorhandenen Plätze Ende Januar ausgeschöpft. Als Provisorium wird die frühere Anne-Frank-Schule hergerichtet. Aber auch sie wird wie die Gerhard-Berger-Halle in Königsdorf und die Willi-Giesen-Halle in Habbelrath die Kapazitätsgrenze mit bis zu 160 Menschen im April erreicht haben. Insgesamt leben derzeit rund 900 Flüchtlinge in Frechen.