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Flüchtlinge in Frechen: Stadt Frechen sucht neue Standorte für Unterkünfte

Wenn die Stadt Frechen keine Gebäude zu akzeptablen Preisen erhält, muss sie zu Übergangslösungen wie hier auf Grube Carl greifen.

Wenn die Stadt Frechen keine Gebäude zu akzeptablen Preisen erhält, muss sie zu Übergangslösungen wie hier auf Grube Carl greifen.

Foto:

Roth

Frechen -

Bis zum Ende des Jahres wird Frechen 900 Flüchtlinge aufgenommen haben. Das hat die Verwaltung hochgerechnet. Aktuell leben 666 Asylsuchende in der Stadt und 220 in der Erstaufnahme in der Turnhalle des Gymnasiums. Vor dem Hintergrund, dass auch weiter Flüchtlinge in Frechen ankommen, habe sich die Stadtverwaltung Gedanken um neue Möglichkeiten der Unterbringung gemacht, wie Sozialdezernent Jürgen Uttecht berichtet.

Container und Häuser

Als grundsätzlich geeignet hat sich der Rosmarweg im Stadtteil Grube Carl erwiesen. Dort stehen bereits fünf Wohncontainer, in denen Flüchtlinge leben. Dort sei eine Erweiterung geplant, allerdings in Holzständerbauweise, einer Art Fertigbau. „Wir wollen im vorderen Bereich der Straße Unterkünfte in stabilerer Form bauen“, sagt Uttecht. Wann, das sei noch offen. Allein die Lieferzeit für die Holzhäuser belaufe sich auf sechs Monate.

Ebenfalls im Stadtteil Grube Carl gibt es am Grefrather Weg die Möglichkeit, Unterkünfte zu bauen. Dies sei allerdings eine längerfristige Option, die erst in etwa zwei Jahren umgesetzt werden könnte. Eine weitere Option ist die Wiese neben der Sammelunterkunft in der Willi-Giesen-Halle in Habbelrath, in der derzeit rund 100 Asylsuchende wohnen. Auch dort sollen Holzhäuser errichtet werden.

Zudem würde die Stadtverwaltung zwei Hausprojekte prüfen. Das eine könne auf einem Gelände im Hinterland der Rosmarstraße in der Nähe der Flüchtlingsunterkunft an der Norkstraße gebaut werden. Ein weiterer Bau wäre zentraler gelegen in der Nähe des alten Bahnhofs an der Kreuzbergstraße neben dem neu gebauten Wohnheim der Gold-Kraemer-Stiftung möglich. „Dort könnte ein Mehrfamilienhaus als sozialer Wohnungsbau entstehen“, sagt Uttecht. Überlegt werden müsse dann allerdings, ob dort auch ein neuer Kindergarten eingerichtet werden müsse.

Als zwei kurzfristige Lösungen könnten Wohncontainer auf den Tennenplatz-Fußballfeldern der Sportanlage Herbertskaul beziehungsweise auf dem Parkplatz an der Matthiasstraße aufgestellt werden.

Dies könnte innerhalb von sechs bis acht Wochen geschehen. Eines der nächsten Projekte ist die Anne-Frank-Schule, in die Flüchtlinge übergangsweise für einige Monate ziehen sollen.


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