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Autobahnanschluss in Frechen: Brücke soll im Herbst gebaut werden

Bisher steht erst das Schutzbauwerk, das die Bahntrasse während der Arbeiten für die eigentliche Brücke über das Tal abschirmt.

Bisher steht erst das Schutzbauwerk, das die Bahntrasse während der Arbeiten für die eigentliche Brücke über das Tal abschirmt.

Foto:

Roth

Frechen -

Seit der Schutzbau über der Bahnstrecke errichtet wurde, ist es ruhig geworden an der Baustelle für den Autobahnanschluss im Königsdorfer Westen.

Das Bauwerk war im Jahr 2014 begonnen worden. Es soll die Bahntrasse der Strecke Köln-Aachen schützen, wenn eine Brücke über die Bahntrasse parallel zur Nord-Süd-Kohlebahn gebaut wird.

In diesem Jahr sollen Rodungsarbeiten stattfinden zwischen der Bahnstrecke und dem Habbelrather Weg. Im vergangenen Jahr ist eine kleine Brücke über dem Habbelrather Weg abgerissen worden. Diese soll ersetzt werden.

Während die Baustraße auf der Seite der Verlängerung der Aachener Straße (Landstraße 361) fertiggestellt wurde, soll auch auf der gegenüberliegenden Seite eine Straße angelegt werden. Sie soll von der Autobahn bis zur Bahnstrecke führen.

Die ersten Erdarbeiten beginnen im Frühjahr. Sobald die Pläne für die eigentliche Talbrücke über die Bahnstrecke genehmigt sind, werden die Bauarbeiten ausgeschrieben. So könnte noch im Herbst dieses Jahres mit den Arbeiten für die Brücke begonnen werden. Nach Angaben des Landesbetrieb Straßen NRW dauert der Brückenbau bis zu drei Jahren.

Verzögerungen

Die CDU ist unzufrieden mit dem derzeitigen Stand der Bauarbeiten, wie ihr Vorsitzender Stefan Hoss sagte: „Dieses häppchenweise Vorgehen bringt uns nicht weiter. Es muss eine größere Summe investiert werden, damit es endlich weitergeht.“ Noch im Jahr 2011 habe es geheißen, dass der Anschluss in den Jahren 2015/16 fertiggestellt sein soll. „Die Arbeiten für den Autobahnanschluss haben sich immer weiter verzögert, nun wird vom Land noch nicht mal mehr ein konkreter Termin für die Fertigstellung genannt“, kritisiert er.

Das Land scheine kein großes Interesse an der Fertigstellung zu haben. „Obwohl wir seit 30 Jahren dafür kämpfen“, sagt Hoss.

Denn der rund 1,4 Kilometer lange Anschluss würde den Frechener Stadtteil Königsdorf vom Verkehr entlasten. Täglich fahren rund 25 000 Autos durch Königsdorf, die aus Richtung Bergheim und Horrem nach Köln und zurück pendeln.

Insgesamt waren die Kosten nach Aussage der CDU anfangs auf acht Millionen Euro geschätzt worden, inzwischen sollen sie sich nach Aussage des Verkehrsministeriums auf sogar 15,6 Millionen Euro belaufen.


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