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Freizeit in Pulheim: Neue Bäderlandschaft in Stommeln eröffnet

Konzentration und Körperbeherrschung: Synchronschwimmerinnen der Schwimmgemeinschaft Wachtberg-Bad Godesberg zeigten bei der Eröffnungsfeier Elemente aus ihrem Kürprogramm.

Konzentration und Körperbeherrschung: Synchronschwimmerinnen der Schwimmgemeinschaft Wachtberg-Bad Godesberg zeigten bei der Eröffnungsfeier Elemente aus ihrem Kürprogramm.

Foto:

Machnik

Pulheim-Stommeln -

Für die Bürger öffnet die neue Bäderlandschaft Aquarena, In den Benden, am Samstag, 10.30 Uhr bis 21 Uhr, ihre Pforten. Doch schon am Freitag war es voll in dem neuen Hallenbad. Viele geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Vereinen drängten sich in der Schwimmhalle, um die offizielle Eröffnung der Bäderlandschaft zu feiern.

Bürgermeister Frank Keppeler strahlte. Schließlich hat ein langjähriges, teils heftig diskutiertes Projekt „ein gutes Ende gefunden“. Der Verwaltungschef zeigte sehr deutlich, dass ihm das Ergebnis – ein großzügiger, funktionaler und zugleich ästhetischer Bau, der die an eine Arena erinnernde Form des Freibades aufnimmt – gut gefällt.

13,6 Millionen Euro

Mit sichtlicher Freude verkündete Frank Keppeler auch diese, von Applaus begleitete Nachricht: Der Kostenrahmen – 13,6 Millionen Euro netto zuzüglich 200 000 Euro für die Erneuerung des Parkplatzes – sei eingehalten worden, „uns ist fast eine Punktlandung gelungen“, der ursprünglich geplante Eröffnungstermin sei geringfügig um drei Monate überschritten worden. „Trotzdem: Diese Summe ist ein Kraftakt für die Kommune“, es sei die größte Investition der Stadt, doch sie habe sich gelohnt.

Frank Keppeler erinnerte an die vielen Facetten eines jahrelangen Entscheidungsprozess, der 2000 mit der Aussage eines Gutachters begann: Das über 40 Jahre alte Hallenbad mit der maroden Technik zu sanieren würde bis zu fünf Millionen Euro kosten, in der Sanierungsphase müsste das Bad geschlossen bleiben. Auch auf die unzähligen Diskussionen in den Fachausschüssen über die vielen von Fachfirmen erarbeiteten Entwürfe für ein neues Hallen- oder gar Kombibad sowie den Standort ging der Verwaltungschef ein.

2008 hatte der Stadtrat beschlossen, das neue Hallen- und das Freibad an einem Standort zu konzentrieren. In erster Linie aus wirtschaftlichen Gründen. Denn auf Dauer hätte sich die Stadt zwei Bäder an zwei Standorten nicht leisten können. Die Entscheidung habe letztendlich die Zukunft des Freibades gesichert, „anders als in anderen Städten muss es nicht geschlossen werden“.

Auch zur Zukunft des Hallenbades im Zentralort äußerte er sich: „Es ist kein Geheimnis mehr: Der Abriss des Hallenbades ist kein Thema mehr. Es wird umfunktioniert und soll bis auf weiteres als Unterkunft für Flüchtlinge genutzt werden.“ Froh über die nur kurze zeitlichen Verzögerung war auch Jochen Batz vom Architekturbüro Krieger, das als Generalplaner fungierte. Der Neubau sei die perfekte Ergänzung für das Freibad, nun habe das Ensemble die Form einer Manege.

Christoph Hittmeyer, Pfarrer für Sinnersdorf, Stommeln und Stommelerbusch, und sein evangelischer Amtskollege Volker Meiling segneten die Bäderlandschaft ein. Die Freude, am Eröffnungstag ins Wasser zu gehen, hatten nur wenige: Die deutschen Masterschwimmer Paul Habricht, Simon Diefenthal und Sven Spitzley von der SG Rhein-Erft-Köln traten im 200-Meter-Lagenschwimmen gegen Franz Dolg und Marcel Godenau, den Nachwuchs des Pulheimer SC, an. Synchronschwimmerinnen von der Schwimmgemeinschaft Wachtberg-Bad Godesberg zeigten Elemente ihrer Kürprogramme, Jana-Lisa Rother aus Brauweiler beeindruckte mit ihren Sprüngen vom Drei-Meter-Turm.


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