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Kölnische Rundschau | Goldenberg-Europakolleg in Alt-Hürth: Viel Interesse für den Zoll auf der Ausbildungsbörse
31. January 2016
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Goldenberg-Europakolleg in Alt-Hürth: Viel Interesse für den Zoll auf der Ausbildungsbörse

Pascal Strahlenbach (l.) und Dennis Pieros zeigen Interessierten, womit man es als Zollbeamter zu tun bekommt.

Pascal Strahlenbach (l.) und Dennis Pieros zeigen Interessierten, womit man es als Zollbeamter zu tun bekommt.

Foto:

Sterzl

Hürth -

150 verschiedene Berufe, 66 Firmen und Institutionen, dutzende Infostände in drei Gebäuden – das Angebot auf der 19. Ausbildungsbörse im Goldenberg-Europakolleg in Alt-Hürth am Samstag war riesig.

Die Veranstaltung bot vor allem denjenigen Schülern gezielte Informationen, die sich im nächsten Jahr für einen Ausbildungsplatz bewerben oder sich schulisch weiterqualifizieren möchten. Auch viele Eltern begleiteten die Jugendlichen und informierten sich.

Veranstaltet wird die Börse von der Stadt Hürth zusammen mit dem Arbeitskreis Wirtschaft Hürth, dem Europakolleg, der Agentur für Arbeit und der Kreishandwerkerschaft Rhein-Erft.

Unterschiedliche Firmen und Institutionen, darunter die Bayer AG, Aldi Kerpen, die Bundespolizeiakademie, die Bundeswehr, das Eisenwerk Brühl, die Feuerwehr Hürth, die Kreissparkasse oder die RWE Power AG präsentierten sich und stellten ihre Ausbildungen vor. Jugendliche konnten sich auf eigene Initiative hin bei den Betrieben um Praktikumsplätze bemühen und gegebenenfalls einen Schnuppertag absolvieren.

Hilfe bei der Bewerbung

Auch unschlüssige Jugendliche bekamen Unterstützung. „Das Spektrum der Berufe reicht vom soliden Handwerk bis hin zu modernen Dienstleistungen“, berichtete der Schulleiter des Europakollegs, Matthias Herwartz. In Vorträgen wurde unter anderem über die optimale Bewerbung, duale Ausbildungen und Studiengänge im In- und Auswahl informiert. Um den Stand des Hauptzollamtes Köln scharten sich viele Jugendliche. Die Beamten hatten viele beschlagnahmte Gegenstände mitgebracht, um zu veranschaulichen, womit es ein Zollbeamter bei seiner Arbeit zu tun bekommen kann. Darunter waren Stiefel aus Krokodil-Leder, Behältnisse zum Schmuggeln von Drogen und gefälschte Markenartikel. Pascal Strahlenbach (19) und Dennis Pieros (22) informierten über den mittleren und gehobenen Dienst.

Michael Cremer aus Frechen kam mit seiner Mutter Elisabeth Schaffgans zur Ausbildungsbörse. „Ich finde den Beruf des Zollbeamten sehr interessant, aber auch die Ausbildungen bei der Polizei oder der Bundeswehr“, so der 17-Jährige. Die Maler- und Lackiererazubis Deniz Hengst (23), Sascha Kellerhofen (16) und Svenja Meyer (18) zeigten, dass man in der Ausbildung auch lernt, filigrane Kunstwerke zu erstellen. Im Bereich Mediengestaltung wurde gezeigt, dass die aktuellen Azubis eine Smartphone-App entwickeln, und zwar eine Müll-App in Absprache mit den Stadtwerken. „Viele wissen gar nicht, dass wir zum Beispiel die Ausbildung zum Gestaltungstechnischen Assistenten anbieten und die Schüler in dem dreijährigen Bildungsgang auch die Allgemeine Hochschulreife erlangen“, betonte Herwartz.

Wie in jedem Jahr wurde den Besuchern auch ein „Parcours der Berufe“ geboten. Dabei gehe es darum, nicht nur über die Berufe zu reden, sondern sie auch begreifbar zu machen, so Herwartz: „Bei den praktischen Arbeiten können sich die Schüler viel besser vorstellen, was in den Berufen auf sie zukommt.“