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Ehemaliges Pfarrzentrum: Notunterkunft in Hermülheim soll geschlossen werden

Pfarrzentrum St. Joseph

Das ehemalige Pfarrzentrum St. Joseph in Hermülheim

Foto:

Britta Havlicek

Hürth -

Die Tage der städtischen Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge im ehemaligen Pfarrzentrum St. Joseph in Hermülheim sind gezählt.

Nach Angaben von Herbert Außem, Leiter des Amts für Inklusion, Integration und Flüchtlingshilfe in der Stadtverwaltung, will die Bezirksrezierung die Notunterkunft mit 150 Plätzen zum 31. August schließen. Aktuell sind nur noch 23 Flüchtlinge dort untergebracht. Auch die Notunterkunft am Goldenberg-Europakolleg in Alt-Hürth, die vom Rhein-Erft-Kreis betrieben wird, ist schwach ausgelastet. Dort sind derzeit 40 Flüchtlinge vorübergehend untergebracht, Betten gibt es aber für 230 Menschen.

Bei den Regelzuweisungen rechnet die Stadtverwaltung aber nicht mit einer Entspannung. Nach wie vor werden für dieses Jahr rund 1000 neue Flüchtlinge in Hürth erwartet. Derzeit leben bereits 700 Asylsuchende in den 47 Regelunterkünften auf Hürther Stadtgebiet. Die meisten Flüchtigen sind in Hermülheim untergebracht (173), es folgen die Ortsteile Fischenich (159), Gleuel (153), Alt-Hürth (146), Efferen (51), Berrenrath (16) und Kalscheuren (zwei).

Bis Mitte des Jahres sollen weitere Unterkünfte in Wohncontainern an Standorten in Berrenrath, Efferen, Kalscheuren, Alt-Hürth und Hermülheim eingerichtet werden. Die entsprechenden Beschlüsse hat der Planungsausschuss bereits gefasst. In der kommenden Woche soll das Gremium über einen weiteren Standort in Stotzheim an der Ecke Horbeller Straße/Frielsweg entscheiden. Dort soll ein Wohncontainer mit Platz für 25 Menschen aufgestellt werden – die Bezirksregierung hatte den vorgesehenen Standort am Wasserwerk in Efferen abgelehnt. Nach den Prognosen reichen die bisher geplanten und geschaffenen Unterkünfte aber nur bis Mitte des Jahres. Dann werden voraussichtlich 1150 Asylbewerber in 50 Unterkünften in Hürth leben, schätzt Amtsleiter Außem.

Kreishaus steht bereit

Unterdessen ist der Umbau der Nebengebäude des alten Kreishauses an der Friedrich-Ebert-Straße in Hermülheim fast abgeschlossen. In der kommenden Woche sollen dort die ersten Flüchtlinge einziehen. Die Stadt hat das Gebäude angemietet und will in den drei Obergeschossen Platz für maximal 200 Asylbewerber schaffen. Auch eine Quarantäne-Station, in der Flüchtlinge mit ansteckenden Krankheiten vorübergehend untergebracht werden können, soll dort eingerichtet werden.


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