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Chemieparkbetreiber in Hürth: Infraserv Knapsack blickt auf ein erfolgreiches Jahr zuück

Vor der Baustelle der neuen Produktionsanlage von Bayer Crop-Science versammelten sich die Standortleiter zum Gruppenbild.

Vor der Baustelle der neuen Produktionsanlage von Bayer Crop-Science versammelten sich die Standortleiter zum Gruppenbild.

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Engels

Hürth-Knapsack -

Der Chemieparkbetreiber und Industriedienstleister Infraserv Knapsack blickt auf das erfolgreichste Jahr seiner Geschichte zurück. Nach Angaben von Geschäftsleiter Ralf Müller konnte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent gesteigert werden und lag bei 184 Millionen Euro.

Vor allem die guten Geschäfte als Dienstleister auch abseits des Knapsacker Hügels bereiten den Infraserv-Chefs Freude, in der Summe sind aber auch Erlöse etwa aus der Energieversorgung des Chemieparks mit Strom und Dampf enthalten.

„Wir sind wahnsinnig stolz auf das Ergebnis“, jubelte Müller. Infraserv habe mit einem Umsatz im Bereich der Dienstleistungen in Höhe von 100 Millionen Euro geplant, tatsächlich sei das Ziel um sieben Millionen Euro übertroffen worden. Dazu beigetragen hat auch der Aufbau neuer Werkstätten in Köln-Nord, in Leverkusen und in Duisburg im Ruhrgebiet. Seit Ende 2015 ist Infraserv darüber hinaus im Chempark Dormagen sowie im Chempark in Krefeld-Uerdingen vertreten.

Infraserv-Manager Müller wertet auch eine strategische Partnerschaft, die Infraserv im November 2015 mit dem Spezialchemiekonzern Lanxess über Planung, Bau und Betrieb von Anlagen abschließen konnte, sowie die gute Auslastung der Standorte, an denen die Knapsacker als Dienstleister aktiv sind, als „Beleg für den Erfolg unserer Wachstumsstrategie“. Müller: „Als Industriedienstleister hat man es nicht nur mit Maschinen zu tun, sondern auch und vor allem mit Menschen. Wir wollen den Menschen, für die wir arbeiten, so nah wie möglich sein.“

Neben dem Umsatz konnte Infraserv auch den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf rund 15 Millionen Euro steigern. Im Geburtsjahr der Infraserv 1998 – damals wurde aus dem Hoechst-Werk ein Chemiepark – hatte dieses Ergebnis noch bei 1,8 Millionen Euro gelegen. Auch die Zahl der Mitarbeiter stieg im vergangenen Jahr um 37 auf knapp 800. Stolz ist Müller auch darauf, dass fast alle 20 Auszubildenden übernommen worden seien.

Die Messlatte liegt hoch

Für das laufende Jahr liegt die Messlatte nun entsprechend hoch. „Wir wollen das Ergebnis auf hohem Niveau stabilisieren und noch leicht steigern“, sagte Müller.

Unterdessen rüsten sich auch die Standortfirmen im Chemiepark Knapsack mit insgesamt 2200 Mitarbeitern weiter für die Zukunft, wie Dr. Clemens Mittelviefhaus, ebenfalls Geschäftsleiter von Infraserv, erläuterte. Bayer Crop-Science errichtet zurzeit für 150 Millionen Euro eine neue Produktionsanlage für Pflanzenschutzmittel, die 2017 in Betrieb gehen soll. Auch andere Unternehmen hätten teils Millionenbeträge in ihre Anlagen investiert.

Auch eine Neuansiedlung konnte Mittelviefhaus vermelden: Der Hersteller von Aromastoffen Hanke baut derzeit im Chemiepark vier Labore mit eigenem Materiallager und Versand.