Aktuelle Nachrichten aus Köln, der Region und der ganzen Welt

Phantasialand: Planung für die Erweiterung kann beginnen

Die Flächen für die geplante Phantasialand-Erweiterung stehen jetzt grundsätzlich zur Verfügung.

Die Flächen für die geplante Phantasialand-Erweiterung stehen jetzt grundsätzlich zur Verfügung.

Brühl -

Nachdem das Land keine Bedenken gegen die Regionalplanänderung für die Erweiterung des Phantasialands um 19 Hektar hat, kann die Stadt nun die Änderung des Flächennutzungsplans und die Aufstellung eines Bebauungsplans vorantreiben. „Wir werden aber die Ergebnisse des vom Umweltministerium angekündigten Moderationsprozesses abwarten“, erklärte Planungsdezernent Gerd Schiffer. Dabei soll laut Ministerium mit allen Beteiligten vor Ort eine einvernehmliche Lösung gefunden werden.

„Das Verfahren ist sehr komplex und muss sorgfältig vorbereitet werden“, betonte Schiffer. Deshalb könne er auch keinen Zeitrahmen nennen. Bei den Flächen im Osten spiele der Lärmschutz der Anwohner und bei denen im Westen der Artenschutz eine wichtige Rolle. „Die Verfahren für die Flächennutzungsplanänderung und die Aufstellung eines Bebauungsplans werden parallel durchgeführt“, erläuterte der Dezernent. Die Planung werde von einem externen Büro in enger Abstimmung mit der Stadt durchgeführt.

„Wir sind froh, dass das Phantasialand nun auch aus Düsseldorf grünes Licht zur Erweiterung erhalten hat“, erklärte Stefan Götz, Vorsitzender der CDU im Regionalrat Köln. Das Phantasialand habe ein qualifiziertes Ausgleichskonzept zugesagt. Vor allem für die zehn Hektar Staatswald müsse ein gleichwertiger und zusammenhängender Ersatz geschaffen werden. Der Fortbestand des Parks als Wirtschaftsfaktor für die Region und der Erhalt der zahlreichen Arbeitsplätze sei sehr wichtig.

„Ausgleich ist eine gewaltige Hürde“ 

Parkdirektor Ralf-Richard Kenter ist erleichtert und dankt der Bezirksregierung für ihre „hervorragende Arbeit“. „Wir sind aber noch nicht so weit, dass wir einen Bauantrag stellen können“, betonte Kenter. Nun müssten erst einmal die nächsten Planungsschritte abgewartet werden.

„Auf der Ebene der Bauleitplanung können sich die Bürger äußern, und das werden wir auch tun“, erklärte Doris Linzmeier von der Initiative „50 000 Bäume“. Man müsse abwarten, ob Umweltminister Johannes Remmel den Staatswald verkaufe oder tausche und zu welchem Preis. „Der Ausgleich für die Waldflächen und das Naturschutzgebiet Ententeich ist noch eine gewaltige Hürde, die immense Kosten verursacht“, so Linzmeier. Das sei noch ein beschwerlicher Weg für das Phantasialand.


Neue Nachrichten

Wir haben neue Artikel für Sie. Möchten Sie jetzt die aktuelle Startseite laden?