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Kölnische Rundschau | Solidaritäts-Aktion: Rätsel um gelbe Bändchen
20. September 2012
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Solidaritäts-Aktion: Rätsel um gelbe Bändchen

An Straßenschildern und Bäumen flattern gelbe Bänder. Wer nachfragt, der erfährt, dass es sich um eine Aktion der Dörfer an den Rändern von Braunkohlentagebauen handelt.

An Straßenschildern und Bäumen flattern gelbe Bänder. Wer nachfragt, der erfährt, dass es sich um eine Aktion der Dörfer an den Rändern von Braunkohlentagebauen handelt.

Foto:

Fratz

Elsdorf-Derrendorf -

Seit einigen Tagen wehen in den Wohnstraßen am Grubenrand gelbe Bändchen von Laternenpfählen, Straßenschildern, Bäumen und Hauseingängen. Mitglieder des Vereins "Initiative Bergbaugeschädigter 50189" haben die Bänder in Elsdorf, mit Schwerpunkt um die Berrendorfer Straße "Zum Sportplatz", angebracht. Die spärliche Information über die Bedeutung erläuterte 50189-Vorstandsmitglied Karl-Heinz Ochs auf Nachfrage: "Die Menschen sollen nachfragen, was die Bänder bedeuten, damit wir ins Gespräch kommen." Dann wolle man den Menschen erklären, dass die Nähe zum Tagebau eine Belastung unter anderem durch Lärm und Staub darstelle, und um Solidarität werben.

"Zudem soll das Bändchen ein Zeichen der Verbundenheit der Grubenranddörfer im rheinischen Braunkohlengebiet untereinander sein", erläutert Ochs. Manchmal blieben die Bändchen hängen, hin und wieder würden sie aber auch umgehend von Unbekannten entfernt, berichtet Ochs. Die Aktion ging von der Dorfinteressengemeinschaft Wanlo unweit des Tagebaus Garzweiler aus und soll demnächst in Richtung Niederzier ausgeweitet werden. (ftz)