Aktuelle Nachrichten aus Köln, der Region und der ganzen Welt

Staatswald: Phantasialand wartet auf Signal

Die Flächen für die geplante Phantasialand-Erweiterung stehen jetzt grundsätzlich zur Verfügung.

Die Flächen für die geplante Phantasialand-Erweiterung stehen jetzt grundsätzlich zur Verfügung.

Brühl -

Das Phantasialand erwartet von der Landesregierung ein Signal, ob die in Landesbesitz befindlichen Waldflächen mit dem Naturschutzgebiet „Ententeich“ für die geplante Erweiterung des Parks zur Verfügung gestellt werden. Das bestätigte Parkdirektor Ralf-Richard Kenter am Mittwoch auf Nachfrage der Rundschau.

„Nachdem die Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen mitgeteilt hatte, dass gegen die Änderung des Regionalplans keine rechtlichen Bedenken bestehen, sind wir davon ausgegangen, dass das auch ein Sig

nal in der Grundstücksfrage ist“, betonte Kenter. „Wir haben dann in der Rundschau gelesen, dass es zu dem Erlass ein Zusatzschreiben gibt, in dem darauf hingewiesen wird, dass das nicht der Fall ist“, erklärte der Parkdirektor. Daraufhin habe man sich entschieden, in dieser Frage in Düsseldorf nachzuhaken. 

„Viele Fragen bleiben offen“

In dem Schreiben mit „Hinweisen zu dem nachgelagerten Verfahren“ weist die Landesregierung ausdrücklich darauf hin, „dass mit der Regionalplanänderung noch keine Vorentscheidung für eine künftige Inanspruchnahme von Staatswaldflächen verbunden ist“. Diese Entscheidung liege unter anderem in der Zuständigkeit des Umweltministeriums.

Ferner wird die Bezirksregierung Köln gebeten, „bei den weiteren Planungen und Verfahren eine moderierende Rolle zu übernehmen oder durch Externe eine Moderation durchführen zu lassen“. Außerdem soll die Kölner Behörde weiter als Ansprechpartner in der Region zur Verfügung stehen und prüfen, ob es rechtliche Möglichkeiten gibt, die eine Erweiterung des Freizeitparks in westliche Richtung verbindlich ausschließen. Westlich der L 194 sollen keine Anlagen wie Parkplätze entwickelt werden.

Die Planungsbehörde wird außerdem gebeten, zeitnah mitzuteilen, welche im Regionalplan noch nicht planerisch in Anspruch genommenen Siedlungsflächen im Umfang der Freizeitparkerweiterung zurückgenommen werden können. Und schließlich soll die Bezirksregierung darauf hinwirken, dass ein vollständiger ökologischer und forstlicher Ausgleich erfolgt. Die Neuanlage eines Flachgewässers im räumlich-funktionalen Zusammenhang mit dem Naturschutzgebiet „Ententeich“ wird angeregt.

„Bei dem Schreiben der Landesregierung bleiben viele Fragen offen. So wird zum Beispiel nicht deutlich, ob sich die Bezirksregierung an die Hinweise halten muss“, so Kenter.