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Tierquälerei: Unbekannte schießen auf Katze in Wesseling-Keldenich

Katze „Baby“ darf ihre Box noch für mindestens fünf Wochen nicht verlassen.

Katze „Baby“ darf ihre Box noch für mindestens fünf Wochen nicht verlassen.

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Klose

Wesseling-Keldenich -

„Baby“ geht es wieder ein bisschen besser. Schwer verletzt hat sich die getigerte Hauskatze vor etwa zwei Wochen im Dunkeln nach Hause zu Gabriele Günther geschleppt. Irgendwer hatte auf sie geschossen. Ein kleines Bleigeschoss, vermutlich aus einem Luftgewehr, hatte ihren linken hinteren Oberschenkelknochen völlig zertrümmert. Eine zweite Kugel blieb im Körper der Katze stecken. Sie konnte bisher nicht herausoperiert werden.

Der behandelnde Tierarzt hat die Geschosse auf dem Röntgenbild entdeckt und sofort die Polizei eingeschaltet. Polizeihauptkommissar Bernd Mauel: „Wir ermitteln jetzt wegen einer Straftat nach dem Tierschutzgesetz.“ Doch noch seien der oder die Täter nicht gefasst.

„Wer macht so etwas?“, fragt sich Gabriele Günther. Sie ist schockiert. Nachbarn haben ihr unabhängig voneinander erzählt, dass öfter nachts Schüsse vom Friedhof her zu hören seien. „Ich gehe von einer ganz gezielten Attacke aus“, so Günther. Dafür spreche auch, dass zweimal auf Baby geschossen worden sei.

Erst vor drei Jahren ist sie aus Köln-Sürth nach Wesseling-Keldenich gezogen. Kurze Zeit später zog auch „Baby“, wie sie das Katzenbaby damals getauft hat, bei ihr ein. Im Garten hinter dem Haus am Schwalbenweg, aber auch auf den Grünflächen am Friedhofsweg stromert sie gern. „Hier sind viele Katzen unterwegs“, sagt die 59-jährige Berufsschullehrerin.

Doch erst mal ist für „Baby“ jetzt Schluss mit den Streifzügen. Mindestens fünf Wochen muss sie noch in ihrer Box aushalten. „Ihr wurde eine Metallplatte eingesetzt, die nun dem Oberschenkelknochen Halt geben muss. „Diese Platte darf sich nicht verschieben“, erklärt Günther.

Behandlung und Operation schlugen bisher mit rund 1300 Euro zu Buche. „Ich zahle den Betrag nun in Raten ab“, erklärt Günther. Etwa 500 Euro werden noch fällig, wenn in etwa sechs Monaten die Metallplatte wieder herausgeholt und auch das zweite Geschoss entfernt werden kann. „Aber so ein Haustier lässt sich doch nicht in Geld aufwiegen“, sagt sie. Damit der oder die Täter gefasst werden können, bittet die Polizei um die Mithilfe der Bevölkerung. Wer am Abend und in der Nacht zum 19. August in Keldenich Leute mit einem Luftgewehr beobachtet oder Schüsse gehört hat, sollte das der Kreispolizeibehörde, 02233/520, oder jeder anderen Polizeidienststelle melden.


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