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Tourismus im Rhein-Erft-Kreis: Hoteliers verzeichnen mehr Übernachtungen

Wandern Rhein-Erft-Kreis
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Maria Machnik

Rhein-Erft-Kreis -

Die Übernachtungszahlen im Rhein-Erft-Kreis sind im vergangenen Jahr gegenüber 2015 um 6,4 Prozent gestiegen. Insgesamt kamen zwar rund 25 000 Geschäftsreisende oder Touristen weniger als im Vergleichszeitraum, aber die Gäste, die anreisten, blieben im Schnitt etwas länger. IT NRW, das frühere Statistische Landesamt, hat die Zahlen jetzt vorgelegt.

„Das ist eine sehr gute Bilanz für unsere Hoteliers“, sagt Landrat Michael Kreuzberg, zugleich Vorsitzender des Rhein-Erft Tourismus. Mirca Litto, Geschäftsführerin des Vereins, sieht die Branche zwischen Rhein und Erft ebenfalls weiter im Aufschwung. Mehr als 1,2 Millionen Übernachtungen seien ein tolles Ergebnis, wenn man bedenke, dass bei Gründung des Tourismusvereins im Jahr 2002 nur 550 000 Übernachtungen gezählt worden seien.

Besonders deutlich zeige sich die aktuelle Steigerung, wenn man die Zahlen auf Landes- und Bundesebene vergleiche, so Litto. 1,6 Prozent Zuwachs im Land und drei Prozent im Bund unterstrichen den positiven Trend im Rhein-Erft-Kreis.

IT NRW verzeichnet für das Jahr 2015 im Rhein-Erft-Kreis 119 Herbergsbetriebe mit 7656 Betten, was in etwa dem Bestand von 2014 entspricht. Auffällig ist, dass in Bedburg die Zahl der Betten innerhalb des Vergleichszeitraums von 162 auf 308 angewachsen ist. Litto vermutet, dass zuvor Gut Hohenholz und der Ausbau der Bedburger Mühle noch nicht verzeichnet waren und die Statistik nun beleben.

„Manchmal sind große Schwankungen allerdings auch darauf zurückzuführen, dass jemand anderes den Erhebungsbogen ausgefüllt und andere Maßstäbe angelegt hat als sein Vorgänger“, hat Litto für ein paar Ausreißer, die sich auf den ersten Blick nicht erklären lassen, einen Ansatz.

Für den auffälligen Rückgang von Übernachtungen in Wesseling (minus 29,8 Prozent) gibt es im Wesentlichen eine andere Erklärung: Gut Eichholz taucht in der Statistik nicht mehr auf. Über eine Zahl in Erftstadt wiederum lässt sich nur spekulieren: Die Zahl der ausländischen Gäste ist da 2015 um fast 80 Prozent zurückgegangen, während sie im Jahr 2014 um 95 Prozent angestiegen war.

Ihre Übernachtungszahlen steigern konnten Bedburg (plus 20,6 Prozent), Bergheim (plus 30,9), Brühl (plus 1,2), Erftstadt (plus 9,3), Frechen (plus 7,2), Hürth (plus 16,7) und Kerpen (plus 7,1). Verluste verzeichnen Elsdorf (minus 5,7), Pulheim (minus 6,3) und Wesseling (minus 29,8 Prozent).


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