Aktuelle Nachrichten aus Köln, der Region und der ganzen Welt

Unterkünfte: Flüchtlinge ziehen ins ehemalige Hürther Kreishaus

Das Nebengebäude des alten Kreishauses in Hermülheim wird zur Notunterkunft für Flüchtlinge.

Das Nebengebäude des alten Kreishauses in Hermülheim wird zur Notunterkunft für Flüchtlinge.

Foto:

Engels

Hürth -

Die Stadtverwaltung wird demnächst im Nebengebäude des alten Kreishauses an der Friedrich-Ebert-Straße Flüchtlinge unterbringen. Derzeit werden die Räume des ehemaligen Straßenverkehrsamts umgebaut, in gut vier Wochen sollen sie nach Angaben von Sozialdezernent Jens Menzel bezugsfertig sein. Dort sollen übergangsweise nicht nur Plätze für dauerhaft in Hürth lebende Flüchtlinge entstehen – auch die Erstaufnahmeeinrichtung wird vom ehemaligen Pfarrzentrum Sankt Joseph in Hermülheim ins alte Kreishaus umziehen.

Nach längeren Verhandlungen konnte sich die Stadt mit dem Eigentümer der Immobilie, der mittelfristig einen Abriss der Nebengebäude und Neubauten an gleicher Stelle plant, auf einen Mietvertrag einigen. Laut Menzel läuft der Vertrag bis Mitte 2018. „Das wird eine vorübergehende Lösung sein, um Spitzen abzufangen, die wir in den kommenden Monaten erwarten“, erklärte der Beigeordnete. Bis zu 200 Flüchtlinge sollen im alten Kreishaus unterkommen.

Pfarrzentrum gekauft

Noch im ersten Quartal will die Stadt die Erstaufnahmeeinrichtung in Sankt Joseph in Hürth-Mitte schließen, wo im Auftrag des Landes bis zu 150 Flüchtlinge untergebracht werden können. Es ist noch nicht geklärt, was mit dem früheren Pfarrzentrum, das die Stadt inzwischen von der Kirchengemeinde Zu den Heiligen gekauft hat, anschließend geschehen soll. Die CDU sieht in dem Gebäude einen geeigneten zentralen Standort für eine Kindertagesstätte. Der Jugendhilfeausschuss beschloss auf Antrag der schwarz-grünen Kooperation, dass die Verwaltung die Einrichtung einer Kita an Sankt Joseph prüfen soll.

Container in anderen Stadtteilen

Unterdessen stehen weitere Flüchtlingsunterkünfte am Stadion bereit. Auf dem Ascheplatz hinter der Theresienhöhe ließ die Stadtverwaltung Wohncontainer mit Platz für 90 Menschen aufstellen, die jetzt bezugsfertig sind. Für zwei weitere Container-Anlagen stehen jetzt die Standorte fest: In Berrenrath sollen Wohnmodule mit 90 Plätzen hinter dem Bolzplatz an der Ecke Wendelinus-Straße/Im Rottland errichtet werden. In Kalscheuren werden 90 Plätze in Wohncontainern an der Winterstraße entstehen. In Efferen sollen nun doch Notunterkünfte auf dem Kleinspielfeld am Sportplatz in der Bachstraße eingerichtet werden; am Wasserwerk wird es keinen Container geben. Nach Angaben der Verwaltung lehnt die Bezirksregierung den Standort ab.

Bereits beschlossen sind außerdem Notunterkünfte gegenüber der Moschee in Alt-Hürth, an der Wilhelm-Rieländer-Straße in Hermülheim und am Bauhof in in Efferen. Bis Mitte des Jahres wird Hürth über mehr als 1300 Plätze in Regelunterkünften verfügen. Derzeit leben nach Auskunft des Beigeordneten Menzel rund 680 Flüchtlinge im Stadtgebiet.


Neue Nachrichten

Wir haben neue Artikel für Sie. Möchten Sie jetzt die aktuelle Startseite laden?