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Verkehr in Hürth: Bahnübergang an der Ursulastraße bald wieder frei

Für den Bahnverkehr hat der Ausfall der Ampelanlage keine Folgen. Für Autos ist der Bahnübergang aber gesperrt.

Für den Bahnverkehr hat der Ausfall der Ampelanlage keine Folgen. Für Autos ist der Bahnübergang aber gesperrt.

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Engels

Hürth-Kalscheuren -

Der Bahnübergang an der Ursulastraße in Kalscheuren kann womöglich im Herbst dieses Jahres wieder geöffnet werden. Das geht sowohl aus einem Brief von Landrat Michael Kreuzberg an den Hürther Bürgermeister Dirk Breuer als auch aus einer Mitteilung der Kreisverwaltung auf eine Anfrage der SPD im Kreisverkehrsausschuss hervor.

Bereits seit vergangenem August ist der Bahnübergang für den Autoverkehr gesperrt, weil die Verkehrsampel an der Einmündung der Ursula- in die Bonnstraße ausgefallen ist, die mit der Schrankenanlage kombiniert ist. Eine Reparatur ist nicht möglich.

Während die Häfen- und Güterverkehr Köln AG (HGK) als Betreiber der Bahngleise ihre Beteiligung an der Planung und an den Kosten für den Neubau der Anlage bereits zugesichert hat, stehen die Beschlüsse in den entsprechenden Gremien des Kreises, der Baulastträger für die Ursulastraße (K 14) ist, zum Teil noch aus. Die Kreisverwaltung hatte auch prüfen lassen, ob der Bahnübergang durch den Neubau der Ortsumgehungsstraße Hermülheim, deren Trasse die Bahngleise ebenfalls kreuzt, verzichtbar wäre. Doch für Radfahrer und Fußgänger gibt es keine alternative Routen; ein Rückbau nur für diese Verkehrsteilnehmer wäre nach Angaben der Kreisverwaltung genauso teuer wie eine Wiederinbetriebnahme des Bahnübergangs auch für Autos.

Die Kreisverwaltung schlägt deshalb vor, eine erforderliche Eisenbahnkreuzungsvereinbarung mit der HGK zu unterzeichnen. Der Kreistag soll am 25. Februar über die Freigabe der Finanzmittel für den Umbau entscheiden. Die Gesamtkosten werden auf 1,5 Millionen Euro beziffert, davon müssen der Kreis, die HGK und das Land jeweils ein Drittel übernehmen. Für sein Kostendrittel erwartet der Kreis aber wiederum Zuwendungen von der Bezirksregierung in Höhe von 60 Prozent.

Die Kooperation aus CDU, Grünen und FDP im Kreistag hat ebenso wie die SPD ihre Zustimmung signalisiert. Wenn die Bezirksregierung einem Antrag der Kreisverwaltung auf vorzeitigen Baubeginn zustimmt, könnte der Bahnübergang in der zweiten Jahreshälfte umgebaut werden.