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Kölnische Rundschau | Behandlungszentrum: Psychiatrische Einrichtung mit 20 Plätzen in Wesseling eröffnet
23. February 2016
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Behandlungszentrum: Psychiatrische Einrichtung mit 20 Plätzen in Wesseling eröffnet

Helle Flächen und eine moderne, zurückgenommene Architektur dominieren in der neuen psychiatrischen Tagesklinik des LVR am Wesselinger Krankenhaus.

Helle Flächen und eine moderne, zurückgenommene Architektur dominieren in der neuen psychiatrischen Tagesklinik des LVR am Wesselinger Krankenhaus.

Foto:

Lehmann

Wesseling -

Seit November ist die Tagesklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Betrieb, werden die ersten Patienten dort behandelt. Gestern erklang im neuen Gebäude neben dem Wesselinger Dreifaltigkeitskrankenhaus klassische Musik. Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) eröffnete offiziell sein neues Behandlungszentrum Wesseling.

Angeschlossen ist das Haus an die LVR-Klinik in Bonn. Die Trägergesellschaft des Wesselinger Krankenhauses, die Katharina Via Salus GmbH, hatte den Neubau binnen eines Jahres errichtet und drei Millionen Euro investiert.

Burnout und Psychosen

Helle Räume mit einer modernen, zurückhaltenden Architektur stehen für die Behandlung von Menschen mit depressiven Erkrankungen, Burnout-Syndrom, Psychosen, Erschöpfungszuständen und Angsterkrankungen zur Verfügung. Die Tagesklinik sei für alle geeignet, bei denen eine ambulante Behandlung durch einen niedergelassenen Arzt nicht ausreiche, ein stationärer Aufenthalt aber nicht notwendig sei. 20 Plätze stehen zur Verfügung.

Im Behandlungszentrum arbeiten eine Psychologin, eine Ergo- und eine Bewegungstherapeutin, eine Sozialarbeiterin sowie Pfleger. Noch finden die Therapien von montags bis freitags statt, die Tagesklinik will ihr Angebot ab dem Frühjahr aber auf eine Sechs-Tage-Woche erweitern. Dies entspreche eher den Bedürfnissen der Patienten.

15 Jahre sind seit den ersten Planungen bis zur Verwirklichung vergangen. Mitte der 90er-Jahre seien nur sechs Prozent der Krankenhäuser Tageskliniken gewesen, sagte LVR-Dezernentin Martina Wenzel-Jankowski, mittlerweile seien es 20 Prozent, Tendenz weiter steigend. Wesseling sei ein wichtiger Baustein, es würden immer mehr dezentrale Einrichtungen gebaut. Bei Tageskliniken sei die Hemmschwelle geringer, sich behandeln zu lassen, die Menschen hätten weniger Angst, betonte Gerda Recki, Vorsitzende des LVR-Krankenhausausschusses. Der Landschaftsverband Rheinland habe allein ein Investitionsprogramm von 492 Millionen aufgelegt. Auch Ute Knoop, Geschäftsführerin des Via Salus, begrüßte die Eröffnung der Tagesklinik und stellte die Bereitschaft des Dreifaltigkeitskrankenhauses für weitere Kooperationen heraus. Bürgermeister Erwin Esser betonte, das Wesselinger Krankenhaus sei hoch spezialisiert und habe überregionale Bedeutung.