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Kölnische Rundschau | Loss mer singe im Hennefer Wirtshaus: 300 kostümierte Gäste zeigen sich in Hennef stimmgewaltig
15. January 2016
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Loss mer singe im Hennefer Wirtshaus: 300 kostümierte Gäste zeigen sich in Hennef stimmgewaltig

Stimmgewaltig und feierfreudig zeigten sich die Besucher bei „Loss mer singe“ im Hennefer Wirtshaus.

Stimmgewaltig und feierfreudig zeigten sich die Besucher bei „Loss mer singe“ im Hennefer Wirtshaus.

Foto:

Rohrmoser-von Glasow

Hennef -

Krätzje, Marsch, Ballade, südamerikanische Rhythmen und Popkracher – das „Loss mer singe“-Team hatte im Sommer aus mehr als 300 neuen Titeln 20 Lieder für die neue Session ausgesucht. Auf ihrer „Op jöck“-Tour stellten sie ihre Auswahl im Wirtshaus zur Abstimmung.

Verkehrsverbund, Deutsche Bahn und Kreissparkasse sponsern die Reise der Kölner Idee zum Einsingen in den Karneval. Zehn Orte stehen auf dem Programm, in Hennef strömten weit mehr als 300 bunt kostümierte Gäste in den Saal, voller Neugier auf die neuen Hits, vor allem aber stimmgewaltig.

Stefan Knittler, Moderator, Musiker und Urgestein der Truppe, heizte der Menge ordentlich ein. Das Konzept ist simpel. Die 20 Songs werden per CD vorgespielt, auf Textzetteln ist der Refrain abgedruckt.

Wer will, singt einfach mit. Und das wollten nahezu alle, mal mit Blick aufs Papier, viele schon auswendig mit freiem Blick und, wo es ging, im Schunkelmodus. Nach einem Schnelldurchlauf votierten die Besucher für die Plätze eins bis sechs. Zum Aufwärmen gab es die drei Erstplatzierten aus dem vergangenen Jahr, Querbeat, Brings und Kasalla. Den Einstieg in den eigentlichen Wettbewerb machten die Bläck Fööss mit ihrer Ode „Fastelovend sin mer widder do“. Dann ging es Schlag auf Schlag. Bei Startnummer fünf musste sich der Moderator selbst ansagen, Knittler war mit im Wettbewerb.

Zu den Newcomern gehörte das JP Weber Trio mit seinem wunderbaren „Der letzte Wage es immer ne Kombi“, mal wieder einem Lied über das Ende des Lebens. Das gehört wohl zu Köln, der leichte Umgang mit dem Sterben und dem Tod. Dafür gab es am Ende den geteilten Platz vier, das „Tschingderassabumm“ von Querbeat erreichte exakt die selbe Punktzahl. Das Führungstrio hatte sich aber deutlich abgesetzt. Auf Rang drei landete Vorjahressieger Kasalla mit „Dausend Levve“, einer Ode an die Domstadt, Platz zwei ging an Brings und „Jeck Yeah“, einem Appell für Gleichheit und Brüderlichkeit.

Sieger in Hennef und heimlicher Favorit für die „Op jöck“-Tour aber wurden mit großem Vorsprung die Paveier mit „Leev Marie“. Die Nummer glänzt mit einer flotten Melodie mit russischen Anklängen und einem Text, den im Karneval wohl nicht alle unterschreiben werden: „Ich bin kein Mann für eine Nacht.“ Nach dem Verlosen der drei Preise der Sponsoren stimmte Knittler seine Hymne an: „Kumm, loss mer singe.“