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Internet: WLAN-Versorgung in der Troisdorf Innenstadt ist fast komplett

In der Fußgängerzone der Troisdorfer Innenstadt wurde der 150. Router für den Freifunk übergeben: Damit steht das WLAN fast komplett.

In der Fußgängerzone der Troisdorfer Innenstadt wurde der 150. Router für den Freifunk übergeben: Damit steht das WLAN fast komplett.

Troisdorf -

Für die Unterstützer der Idee ist es „eine Geste der Gastfreundschaft“, ein „digitales Glas Wasser“ sozusagen: Das Freifunknetz in der Innenstadt wächst kontinuierlich. Im April erst gestartet, wurde nun der 150. Router installiert. Elfriede Rolef-Kraus gehört die Boutique „coccinella“, die sie im ehemaligen Wiener Kaffeehaus gegründet hat. Jetzt hat sich auch Rolef-Kreis in das Netzwerk eingeklinkt.

„Fast komplett“ sei damit die WLAN-Versorgung in der Fußgängerzone und am Wilhelm-Hamacher-Platz, berichtete Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski erfreut. Auch die Troisdorf-Galerie sei inzwischen auf dieses System umgestiegen. sagte Jablonki (Weitere Informationen siehe Infokasten).

Jeweils 4000 Euro hat die Stadt für dieses und das kommende Jahr im Haushalt eingeplant; wer sich in der Innenstadt für das Mitmachen entscheidet, bekommt die – ohnehin günstige – Technik kostenlos.

Ohne Bezahlung arbeiten die ehrenamtlichen Aktiven der Freifunk-Bewegung. „Ohne die wäre es nicht möglich“, bedankte sich Klaus-Werner Jablonski stellvertretend bei Nils Jakobi und Stefan Hoffmann. „Wir haben ziemlich viel geschafft“, sagte auch Stefan Hoffmann und zeigte sich mit dem Erreichten zufrieden; „es geht stetig bergauf.

Täglich nutzten rund 500 bis 600 Besucherinnen und Besucher der Troisdorfer Innenstadt die Möglichkeit, über das Freifunk-Netz online zu gehen. Am verkaufsoffenen Sonntag zum ersten Advent seien es sogar 700 gewesen. Hoffmann und Jakobi kündigten einen weiteren Ausbau des Netzwerks in der Innenstadt an. „Es fehlt in der Mitte und in den Seitenstraße noch was. Die Akzeptanz sei aber „sehr gut“ auf ihre Nachfragen. „Rausgeflogen sind wir noch nirgendwo“. Inzwischen seien auch andere Kommunen auf dieses Freifunk-Projekt in Troisdorf aufmerksam geworden, berichtete Stefan Hoffmann von steigendem Interesse. „Fast der komplette Rhein-Sieg-Kreis hat sich erkundigt“. Aber, schränkt Hoffmann ein: „Wir schaffen das nicht“, acht bis neun, höchstens zehn Freifunker versammelten sich regelmäßig. „Wir suchen immer noch Mitstreiter“.