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Ausbaupläne: Ermittler untersuchen Drohbriefe an die Familie Thurn auf Fingerabdrücke

Erweiterung Thurn

So soll die geplante neue Anlage von Thurn in Neunkirchen aussehen.

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Privat

Neunkirchen-Seelscheid -

Die Polizei geht zurzeit Spuren nach, um die Verfasser der Drohbriefe an die Familie Thurn zu finden. „Unsere Spezialisten werten die Schriftstücke aus und untersuchen sie unter anderem nach Fingerabdrücken“, sagt Polizeipressesprecher Burkhard Rick. „Nach wie vor besteht der Objektschutz für das Firmengelände von Thurn“.

Die Firma hat nun ihre weiteren Pläne bekanntgegeben. 40 zusätzliche Arbeitsplätze im gewerblichen Bereich verspricht sie nach der Fertigstellung des Ausbaus des Werkes in Neunkirchen. Parallel dazu würden weitere Arbeitsplätze in der Verwaltung sowie Forschung und Entwicklung entstehen. Damit sei der Standort der Unternehmenszentrale auch in Zukunft in Neunkirchen-Seelscheid gesichert.

„Wenn der Bebauungsplan in rund vier Wochen rechtskräftig ist“, so Thurn-Geschäftsführer Jens Christian Saalfeld, „werden wir den Bauantrag vorbereiten“. Hierbei würden mögliche Rahmenbedingungen unter Würdigung des städtebaulichen Vertrages zugrunde gelegt, der auch die Bepflanzung des Areales regelt. Der Firma sei es wichtig, so die Pressemitteilung, dass sie auch im Hinblick auf die weitere Entwicklung der Gemeinde verantwortungsbewusst mit den gegebenen Möglichkeiten umgehen werde. Saalfeld rechnet damit, dass in sechs bis acht Monaten alle Unterlagen soweit sind, dass sie eingereicht werden können. Nach Genehmigung durch das Bauamt, würde schnell mit den Ausbauarbeiten begonnen.

CDU nimmt Stellung

Zur angedrohten Klage der Bürgerinitiative erklärt der Geschäftsführer: „Wir haben die Aussagen hierzu zur Kenntnis genommen. Es steht selbstverständlich jedem Bürger frei, eine Normenkontrollklage anzustreben und zu betreiben. Dieses Recht gestehen wir jedem zu. Das Ergebnis bleibt jedoch der Judikative vorbehalten. Den Ausgang des Verfahrens werden wir dann wertfrei würdigen. Es bleibt jedoch festzuhalten: Ein derartiges Normenkontrollverfahren richtet sich nicht gegen die Firma Thurn, sondern gegen die Verwaltung der Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid.“ Über den Fortschritt der Planungsarbeiten werde zeitnah informiert.

Die CDU hat sich nun zum Ratsbeschluss geäußert. Viele der durch die Gegner des geplanten Ausbaus vorgebrachten Argumente seien in Gutachten anders bewertet worden. Große Hallen seien auch dem bisher gültigen Bebauungsplan zulässig.

Unstrittig, so die Mitteilung, seien die negativen Folgen für das Landschaftbild, insbesondere im direkten Umfeld. Man erwarte jetzt, dass Arbeitsplätze entstünden und neue Steuereinnahmen erwachsen.

Die CDU betont, dass sie sich dafür eingesetzt habe, dass die Bürger noch vor der Entscheidung durch den Gemeinderat zu Wort kommen konnten, obwohl das Verfahren zur Offenlage schon abgeschlossen war.


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