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Bis zu acht Anlagen: Windpark zwischen Holzplatz und Raketenbasis

Symbolbild

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Windeck -

In der östlichsten Kommune des Kreises soll ein größerer Windpark mit bis zu sechs oder gar acht großen Windrädern entstehen. Als Standort in der Gemeinde Windeck kommt vor allem die Nutscheid an der Kreisgrenze zum Oberbergischen Kreis zwischen dem Naturschutzgebiet Hohes Wäldchen im Osten und der Kreisstraße 55 im Westen der Gemeinde in Betracht.

Diese Fläche auf der Kuppe des Waldgebietes zwischen der früheren Raketenstellung und dem Holzlagerplatz an der Kreisstraße von Wilberhofen nach Ruppichteroth könnte als Konzentrationszone für Windenergie ausgewiesen werden. Ein großer Teil des Areals an der alten Römerstraße gehört zum Staatsforst. Die Landesbehörde hat bereits Zustimmung signalisierte, falls es keine Artenschutzprobleme gibt. Eine zweite Fläche bei Distelshausen besteht vor allem aus Weiden und Wiesen.

Schon seit mehreren Monaten ist im Windecker Ländchen ein Runder Tisch mit einem Dutzend Leuten aktiv, um die Möglichkeiten für eine solche Zone abzuklären und letztlich einen Windpark vorzubereiten. Bei diesem Runden Tisch wirken Vertreter aller Parteien im Gemeinderat, Vertreter von Naturschutzverbänden sowie mögliche Investoren für einen Windpark mit.

Die Mitglieder des Runden Tisches, zu denen zum Beispiel ein Paar aus Neunkirchen-Seelscheid und auch Architekt Matz Bönisch und seine Frau Ruth aus Windeck gehören, informierten sich bereits bei einer Ortsbesichtigung in Hilchenbach im benachbarten Rheinland-Pfalz. Dort gibt es eine Anlage wie sie in Windeck entstehen könnte.

Beim Bau von Windrädern geht derzeit der Trend zu einer Gesamthöhe von 180 bis 200 Metern. Die große Höhe habe den Vorteil, wie Bönisch erläuterte, dass die Windkraft unabhängig vom Gelände genutzt werden könne und mit zunehmender Höhe ergiebiger sei.

Allein für Bau und Montage der Windriesen benötige man Freiräume von einigen hundert Metern, um den erforderlichen Kran aufzustellen, berichtet Bönisch. Eingebunden in die Gespräche ist auch ein Vertreter der Firma Enercon, die als Marktführer auf diesem Gebiet in Deutschland gilt.

Das Projekt wurde auch schon im Ältestenrat des Windecker Gemeinderates besprochen. Um eine Konzentrationszone auszuweisen, sei eine Änderung des Flächennutzungsplans nötig, hieß es in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Sinnvoll sei es, wenn die Bürger und die Gemeinde von den Windrädern profitieren. Die Gemeinde könnte auf Steuereinnahmen hoffen.

Gemeindevertreter Thomas Ritzer (Grüne) sagte, er hoffe, dass die ersten Windräder bereits in drei oder vier Jahren stehen könnten.