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Böschung abgerutscht: THW, DLRG und Feuerwehr sichern abgerutschten Hang mit 900 Säcken

Eimerkette im mühlengraben 900 Sandsäcke 18 Tonnen sand

Eimerkette im mühlengraben 900 Sandsäcke 18 Tonnen sand

Siegburg -

Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und DLRG wurden am Samstagvormittag zur Isaac-Bürger-Straße in Siegburg gerufen. Am Vorabend war gegenüber vom Obi-Baumarkt auf einer Länge von sechs Metern die Böschung des Mühlengrabens abgerutscht, nachdem Wassermassen und Strömung dessen Böschungsfuß unterspült hatten. Auf weiteren vier Metern waren Rissbildungen im Erdreich zu erkennen, womit auch hier ein Abrutschen nicht ausgeschlossen werden konnte, wie Ralf Beyer, der Stadt, sagte.

Deichfuß gefährdet

Es musste rasch gehandelt werden. Die normalerweise innerhalb des Deiches befindliche Tondichtung war nämlich mittlerweile sichtbar, und die Strömung spülte weiteres Deichmaterial am Deichfuß aus, sodass dieser Bereich umgehend gegen weitere Erosion gesichert werden musste.

Hierzu sollten Sandsäcke auf der gesamten beschädigten Länge in die Ausspülung gestapelt werden. „Das ist wie bei einer Zahnfüllung“, erklärte Beyer, „wenn das abgedichtet ist, passiert zunächst nichts mehr!“

Eimerkette

Für das Füllen der 900 Sandsäcke beorderte THW-Zugführer Jens Schulz 18 seiner Kräfte zum städtischen Bauhof. Von dort transportierte die Feuerwehr die Säcke mit dem Wechsellader zur Isaac-Bürger-Straße, wo sie von zehn anderen THW-Kräften abgeladen und mit einer sogenannten Eimerkette an die Böschung befördert wurden.

Über eine Kunststoffplane ließen die Helfer die Säcke zu den DLRG-Kräften rutschen, die, im Wasser des Mühlengrabens stehend, eine zweite Eimerkette formiert hatten. Wegen der starken Fließgeschwindigkeit setzte DRLG-Einsatzleiter Daniel Häuser ausschließlich Strömungsretter ein. Am Ufer unterhalb der Schadensstelle standen zwei weitere Strömungsretter zur Absicherung für den Fall der Fälle. Es war eine kraftraubende Arbeit für THW und DLRG, schließlich hatten sie 18 Tonnen Sand zu bewegen. Das kalte Wasser verschärfte trotz der Neoprenanzüge die Situation für die Strömungsretter.

Gegen Mittag waren alle 900 Sandsäcke verarbeitet. Die bleiben jetzt auf Dauer liegen, verdichten sich mit dem Kies und dem Erdreich der Böschung. Das müsste nach Ralf Beyers Erfahrung ausreichen. Der Leiter der Grünflächenabteilung sagte: „Mit dieser Maßnahme ist der Deichfuß gesichert!“