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Breitbandversorgung: 99 Prozent der Hennefer können über schnelles Internet verfügen

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dpa

Hennef -

2009 waren es 54 Prozent, im April vorigen Jahres 97 Prozent. Am Mittwoch verkündete Bürgermeister Klaus Pipke für das Stadtgebiet eine DSL-Versorgungsquote von 99 Prozent. Das heißt, nahezu jeder Haushalt und Betrieb in Hennef kann über schnelles Internet verfügen.

Der jüngste, zum Jahreswechsel abgeschlossene Breitbandausbau beschert mehr als 8000 Haushalten die Möglichkeit, schneller – abhängig von der Entfernung zum Verteilerkasten mit bis zu 100 beziehungsweise 50 Megabit pro Sekunde – im weltweiten Netz zu surfen. Dafür hat die Deutsche Telekom 33 Kilometer Glasfaserkabel verlegt und 48 Verteilerkästen mit neuester Technik ausgestattet.

Im Zentralort nebst Geisbach und Geistingen, in Weingartsgasse, Happerschoß und Heisterschoß investierte das Telekommunikationsunternehmen allein (zwei Millionen Euro). Für den 250 000 Euro teuren, wirtschaftlich nicht rentierlichen Ausbau in den Ortschaften Altglück, Hermesmühle, Wellesberg, Wiederschall, Halmshanf, Hanf und Köschbusch flossen Fördermittel (insgesamt 75 Prozent) von Bund, Land und Europäischer Union. Dabei stammen gut 90 000 Euro aus dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“. „Wir sind froh, dass die Telekom in Geisbach und Geistingen ausgebaut hat“, sagte der städtische Breitbandbeauftragte Wolfgang Rossenbach. Denn Ränder dieser Stadtteile seien „Sorgenkinder“ mit schlechterem Internetzugang als in vielen Außenorten gewesen, „die haben uns sieben Jahre lang die Bude eingerannt“.

Das letzte Prozent der Haushalte, die noch kein schnelles Internet buchen können, ist in einem Viertel von Eulenberg, in Meisenbach und Nachbarorten angesiedelt. Gestützt auf Funkverbindungen beträgt die Datenübertragungsrate dort nur zwei Megabit pro Sekunde. Hoffnung, dass diese Lücken bis 2018 auch noch geschlossen werden, macht ein Förderantrag des Rhein-Sieg-Kreises für alle unterversorgten Gebiete in den 19 Kreiskommunen.

Die 99-prozentige DSL-Versorgung mache Hennef als Wohn- und Arbeitsort noch attraktiver, erklärte Pipke. Bemerkbar mache sich das auch bei der Gewerbesteuer. Für Frank Pischke von der Telekom ist die Stadt „nicht nur Kunde, sondern auch ein guter Partner“. Für sein Unternehmen geht es jetzt darum, in den Ausbaugebieten Kunden für den neuen Internetanschluss zu werben. Dafür sind Vertriebsmitarbeiter unterwegs, die vor Ort beraten. (kh)


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