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Windeck und Waldbröl: Gemeinsame Konzepte für Tourismus, Kultur und Bildung

Wahrzeichen der Kooperation: Der Naturerlebnispark Panarbora mit seinem markanten Turm machte den Anfang in der kreisübergreifenden Zusammenarbeit der beiden Kommunen.

Wahrzeichen der Kooperation: Der Naturerlebnispark Panarbora mit seinem markanten Turm machte den Anfang in der kreisübergreifenden Zusammenarbeit der beiden Kommunen.

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Propach

Windeck/Waldbröl -

Die Gemeinde Windeck ganz im Osten des Rhein-Sieg-Kreises und die Stadt Waldbröl im Süden des Oberbergischen Kreises wollen ihre zukünftige Entwicklung gemeinsam gestalten.

Am Montag unterzeichneten Windecks Bürgermeister Hans-Christian Lehmann und Waldbröls Rathauschef Peter Koester im Naturerlebnispark Panarbora eine entsprechende Vereinbarung. Koester sprach von einem „historischen“ Akt.

Die Chancen der gemeinsamen Konzept- und Projektentwicklung erläuterten die Stadtplaner Hans-Joachim Hamerla und Jutta Gruß-Rinck vom Düsseldorfer Büro Architektur Stadtplanung Stadtentwicklung (ASS) vor Vertretern der Ratsfraktionen aus beiden Kommunen. Vertreter der Kölner Bezirksregierung unterstrichen die Bedeutung der Kooperation.

Anregung der Bezirksregierung

Ausgangspunkt der Zusammenarbeit sind das Integrierte Entwicklungs- und Handlungskonzept für Dattenfeld und der Masterplan für Waldbröl, die beide vom Büro ASS entwickelt werden. Aus Köln sei die Anregung gekommen, den Bogen über den neuen Naturerlebnispark Panarbora hinaus bis Waldbröl zu spannen, sagte der Stadtplaner. Eine solche Zusammenarbeit sei für Rhein-Sieg, Rhein-Berg, Rhein-Erft und Oberberg bislang einmalig.

Durch das Bundesprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden“ hätten in Nordrhein-Westfalen vier Gemeinden am westfälischen Fluss Volme mit 20 Millionen Euro Fördermitteln bedeutende Erfolge erzielt. Zwischen Windeck und Waldbröl gelte es nun, die Verkehrsinfrastruktur zu entwickeln. Bei der Wohnsiedlungsentwicklung sollten die Gemeinden ebenso einen gemeinsamen Weg einschlagen wie bei der Ansiedlung von Gewerbe und Industrie. Schließlich entwickele Waldbröl als einzige Kommune im Oberbergischen derzeit ein 23 Hektar großes Industriegebiet. Hamerla forderte die Vertreter der Gemeinden auf, Strukturen der Zusammenarbeit zu entwickeln.

Workshops im Frühjahr

Für Tourismus, Kultur und Bildung müssten gemeinsame Konzepte her, sagte der Planer. Die „Verkehrsdrehscheibe Schladern“ mit dem auch für Waldbröl bedeutenden Bahnhof müsse besser angebunden werden. Dass die, ausgerechnet wenn Touristen am Wochenende kämen, nahezu abgeschnitten ist, wertete er als Unding. „Sie müssen den Raum gemeinsam Denken“, forderte Hamerla.

„Die Bretter im Kopf müssen weg“, unterstrich auch Hans-Christian Lehmann die Ziele der Zusammenarbeit. Jutta Gruß-Rinck hatte gleich einen praktischen Vorschlag. Die ans Kölner Museum Sankt Kolumba ausgeliehene Madonna solle wenigstens ab und an wieder im Siegtaldom zu sehen sein. „Dattenfeld muss durch irgendwas berühmt werden.“

Noch in diesem Frühjahr sollen in Workshops in Windeck und Waldbröl und schließlich gemeinsam Konzepte und konkrete Projekte entwickelt werden. Bis zum Herbst soll ein Integriertes Entwicklungs- und Handlungskonzept stehen, im Dezember Förderanträge gestellt werden. Ab Mitte 2017 könnten die ersten Gelder aus Düsseldorf und Berlin fließen und mit konkreten Maßnahmen begonnen werden, stellte Hamerla in Aussicht. Bartholomaeus Labenz, Dezernent der Kölner Bezirksregierung deutete an, dass für das Förderprogramm längst nicht so viele Anträge vorlägen wie bei anderen Programmen. Da stünden die Chancen nicht schlecht.

  1. Gemeinsame Konzepte für Tourismus, Kultur und Bildung
  2. Gemeinsame Geschichte
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