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Kölnische Rundschau | Empfang in Siegburg: Tollitäten feierten ausgelassen im Kreishaus
03. February 2016
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Empfang in Siegburg: Tollitäten feierten ausgelassen im Kreishaus

Rund 70 Dreigestirne, Prinzenpaare , Prinzen und Prinzessinnen folgten der Einladung zum angeblich größten Tollitäten-Empfang der Welt im Siegburger Kreishaus.

Rund 70 Dreigestirne, Prinzenpaare , Prinzen und Prinzessinnen folgten der Einladung zum angeblich größten Tollitäten-Empfang der Welt im Siegburger Kreishaus.

Foto:

Bröhl

Rhein-Sieg-Kreis -

Nein, Bescheidenheit ist nicht unbedingt die Tugend des Rheinländers. Davon konnten sich am Mittwoch einmal mehr die Besucher beim großen Empfang für die Dreigestirne, Prinzenpaare, Prinzen und Prinzessinnen aus der Region im Siegburger Kreishaus überzeugen.

„Der größte kommunale Prinzenempfang im Rheinland und damit vermutlich auch der ganzen Welt“, schwärmte Landrat Sebastian Schuster, als er mehr als 70 Tollitäten aus dem Kreisgebiet, aber auch aus Bonn und dem nördlichen Rheinland-Pfalz begrüßte.

Schuster mit Doppelfunktion

Der jährliche Pflichttermin des Landrats war für Schuster eine besondere Herausforderung, hat er diesmal doch eine Doppelfunktion – als Chef der Kreisverwaltung und als Last-Minute-Prinz der Kreisstadt. Und so empfing Schuster zunächst als Hausherr und mehr oder weniger in Zivil rund 550 Besucher und stellte die Tollitäten dem Publikum vor, um dann in seinem Büro zu verschwinden und sich anschließend im Ornat als Siegburger Prinz Sebastian I. zusammen mit seiner Ehefrau und Siegburgia Margret I. unter das närrische Volk zu mischen.

Dort traf Schuster auch auf die Mitarbeiterinnen seiner Pressestelle, die sich offenbar gern im aristokratischen Glanz ihres Dienstherren sonnen. „Unser Chef in Prinz, wir sind Prinzessinnen!“ war auf den rosafarbenen Kostümen von Rita Lorenz und Katja Eschmann zu lesen. Traditionell jeck sind auch die anderen Führungskräfte im Kreishaus. So nahmen Umweltdezernent Christoph Schwarz und Kämmerin Svenja Udelhoven die Sparbemühungen der Kreisverwaltung aufs Korn.

Eine Handvoll Playmobil-Männchen auf dem schwarzen Zylinder verkündeten sie: „Da waren es nur noch 5“ – eine Anspielung auf den Wunsch der Politik, die Zahl der Dezernenten des Kreis auf fünf zu reduzieren. Nicht reduziert werden sollten übrigens die Stellen in der Wirtschaftsförderung des Kreises, deren Mitarbeiterin Siri Grischke nahm die Bezeichnung Wirtschaftsförderung nämlich ganz wörtlich und versorgte als Aushilfs-Köbes die Jecken mit kühlen Getränken

Für alle Jecken im Kreishaus gab es in diesem Jahr eine zusätzliche Anlaufstelle. Nachdem CDU und SPD bereits seit Jahren zum Empfang in ihre Fraktionsräume einladen, mischen sich jetzt auch die Grünen ins jecke Geschehen ein.

Einen eigenen Orden gab es zwar noch nicht, dafür aber einen Anstecker, der mit seiner Farbgebung (grün, schwarz und rot) für künftige politische Bündnisse auf Kreisebene alle Möglichkeiten offen lässt.