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Gesundheitsamt: Fünf Schulkinder in Sankt Augustin an Masern erkrankt

An der Sankt Augustiner Waldorf-Schule gibt es fünf Fälle von Masern.

An der Sankt Augustiner Waldorf-Schule gibt es fünf Fälle von Masern.

Foto:

Bröhl

Sankt Augustin -

Fünf Masernfälle legen derzeit die Waldorfschule Hangelar lahm: Etliche der 445 Schülerinnen und Schüler  blieben gestern  daheim, Unterricht  fand nur eingeschränkt  statt.  Stattdessen rückte das Kreis-Gesundheitsamt an mit fünf Medizinern, Assistenzkräften und einem Hygienekontrolleur. Sie ließen sich von allen Kindern und Jugendlichen, von den Pädagogen und vom übrigen Personal  den Impfpass vorlegen beziehungsweise eine Bescheinigung über bestehenden Schutz durch eine durchgemachte Masernerkrankung.  Wer nichts vorweisen konnte, wurde umgehend nach Hause geschickt, teilte der Kreis mit.     Eine Auswertung der gewonnenen Daten erfolge am Montag.

Am Dienstag dieser Woche war aus Hangelar der erste Masernfall  gemeldet worden, die weiteren vier Erkrankungen  am Mittwoch und Donnerstag. Am Donnerstag kündigte  das Kreisgesundheitsamt der Schule die Kontrolle am folgenden Tag an,  was  einige Eltern nicht geimpfter Kinder zum Anlass nahmen, diese am Freitag zu Hause zu lassen, sagte eine 15-Jährige Schülerin unserer Zeitung: „Ich habe auch die ganze nächste Woche schulfrei.“  Unter Umständen wird das nicht ausreichend, da die Inkubationszeit,  die Zeit von der Ansteckung bis zum Auftreten der ersten Krankheitszeichen, acht bis zehn Tage beträgt, bis zu 14 Tage können bis zum Ausbruch des Hautausschlags vergehen. Das Gesundheitsamt weist  darauf hin, dass die Impfung gegen Masern in der Regel vor einer schweren Erkrankung mit der hoch ansteckenden Virusinfektion schützt. Die Masernimpfung wird vom Robert-Koch-Institut und der Ständigen Impfkommission empfohlen. Derzeit wird anlässlich der bundesweiten Erkrankungswelle über eine Impflicht diskutiert. In Berlin ist  vor wenigen Tagen infolge einer  Masernerkrankung ein  Kind  gestorben.