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Großangelegte Suche: Neue Hinweise im Fall der vermissten 69-Jährigen in Lohmar

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Ralf Rohrmoser-von Glasow

Lohmar -

Mit großem Personalaufgebot und einem Hubschrauber suchten Einsatzkräfte von Deutschem Roten Kreuz und Johanniter Unfallhilfe sowie des Bundesverbandes Rettungshunde am Mittwoch nach einer 69 Jahre alten Seniorin aus dem Kongo. Am Abend wurde die Aktion wegen der Dunkelheit erfolglos abgebrochen.

Weitere, groß angelegte Suchmaßnahmen sind derzeit nicht in der Planung. Denn ausgelöst durch den auf den auffälligen Aufwand mit zwei Zügen der Einsatzhundertschaften aus Aachen und Wuppertal sowie 24 Suchhundeteams mit 63 Helfern sind bei den Ermittlern weitere Hinweise eingegangen, die jetzt von der Kriminalpolizei bearbeitet werden.

Möglicherweise nämlich ist die Frau nicht zu einem Spaziergang aufgebrochen, von dem sie nicht zurückkehrte. Beobachtungen von Nachbarn legen die Vermutung nahe, dass sie sich stattdessen vielleicht auf den Weg zu einer anderen Flüchtlingsunterkunft gemacht hat.

Sie wurde mit einem Koffer in der Hand gesehen. Die Einrichtung am Dammweg ist nicht die erste, in der sie untergekommen war. Die Familie ist erst im Dezember gekommen. Nicht auszuschließen ist, dass sie in der vorherigen Unterkunft Kontakte geschlossen hat und dorthin zurückkehren wollte, ohne sich in Lohmar bei irgendjemandem abzumelden. Ähnliches haben Behörden und Flüchtlingsbegleiter in den vergangenen Monaten häufiger beobachtet.

Die Suche nach der 69-Jährigen konzentriert sich jetzt zunächst auf die Kontakte zu den in Frage kommenden Heimen. Von einem Verbrechen geht die Kripo, so Polizeipressesprecher Stefan Birk, derzeit nicht aus. Es bleibt ein Vermisstenfall. Nach wie vor bittet die Polizei um Informationen zu der nur etwa 1,50 Meter großen Frau, die Brillenträgerin ist. Sie trug bei ihrem Verschwinden schwarze Hose, lange schwarze Jacke und braune Schuhe – Hinweise unter 02241/541?31?21.