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Brandserie: Bedroht ein Feuerteufel die Menschen in Kaldauen?

Das schnelle Eingreifen der Feuerwehr und der Polizei verhinderte Schlimmes beim Scheunenbrand in Kaldauen.

Das schnelle Eingreifen der Feuerwehr und der Polizei verhinderte Schlimmes beim Scheunenbrand in Kaldauen.

Foto:

Lorber

Siegburg -

Bedroht ein Feuerteufel die Menschen in Kaldauen? Zum wiederholten Mal brannte es in der Nacht zum Freitag in dem Stadtteil. Diesmal stand ein landwirtschaftlicher Anhänger in einer Scheune in Flammen. Und erneut ist die Brandursache unklar. Für Nachbarn und Schaulustige ist der Fall klar. „Irgendwann wird er erwischt“, hieß es. Oder: „Es muss doch jemand aus der Ecke hier sein!“ Die Polizisten vor Ort konnten hingegen keine konkrete Aussage zur Ursache treffen. Sie sagten lediglich: „Wieder mal Kaldauen!“

Dicker Rauch

Kurz nach Mitternacht schlugen Anwohner Alarm. Flammen schlugen aus dem Dachstuhl einer Scheune an der Hauptstraße, dicker Rauch zog durch das Wohngebiet. Nur der schnellen Alarmierung sei es zu verdanken gewesen, dass sich das Feuer nicht auf die komplette Scheune ausdehnen konnte, sagte Einsatzleiter Brandoberinspektor Markus Völker, der mit 35 Wehrleuten angerückt war. Sehr schnell hätten die Angriffstrupps den lichterloh brennenden Anhänger gelöscht, die Spuren am Dachgebälk ließen darauf schließen, dass dort ein Entzünden kurz bevorstand, so Völker.

Da noch Glutnester auf dem Anhänger, auf dem alte Möbel gelagert waren, schwelten, ließ der Einsatzleiter diesen mit Muskelkraft aus der Scheune ziehen. Verletzt wurde niemand, der Schaden beläuft sich laut Polizei auf 15 000 Euro.

Stets entlang der Haupt- und in den angrenzenden Nebenstraßen – auf einer Länge von rund 600 Metern – brannte es in den vergangenen Monaten, rund 15 Mal. Oft waren es kleinere Feuer, meist von Mülltonnen oder Schuppen ausgehend. Aber auch ganze Gebäudeteile brannten, wie am 5. Oktober 2014, als an der ehemaligen Grundschule an der Kapellenstraße ein Sportwagen, ein Carport und ein Schuppen zerstört wurden.

In der Nacht zum Rosenmontag des vergangenen Jahres gingen – ebenfalls in der Kapellenstraße – ein Gartenschuppen und Mülltonnen in Flammen auf, einige Wohnhäuser waren ebenfalls durch das Feuer bedroht.

Auch in der vergangenen Silvesternacht wurde die Feuerwehr nach Kaldauen gerufen. An der Straße Im Rothenbuch vernichteten Flammen einen Schuppen. Wie zuvor deutete hier alles auf einen oder mehrere Serientäter hin. Das gleiche am 14. November 2015, als von zwei Mülltonnen ausgehend ein Holzschuppen abbrannte, Flammen auf das Dach des Nachbargebäudes übergriffen und Menschenleben bedrohten.

Die Polizei bittet Zeugen, die Verdächtiges beobachtet haben, um Hinweise unter der Notrufnummer 110 oder unter 02241/541 31 21.


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