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Kiesgrube am Eschmarer See: Waschanlage für Lastwagenräder

Mit kräftigem Druck spült das Wasser in der Reifenwaschanlage den Schmutz aus Profil und Radkästen.

Mit kräftigem Druck spült das Wasser in der Reifenwaschanlage den Schmutz aus Profil und Radkästen.

Foto:

Krantz

Troisdorf -

Wenn die Lastwagen in der Vergangenheit  die Kiesgrube von Franz Limbach am Eschmarer See verlassen haben,  haben sie nicht nur Kies und Sand mitgenommen.

Vor allem im Winter haben  sie Lehm und Matsch aus dem Reifenprofil auf den Straßen in der Umgebung verteilt. Damit ist nun Schluss: Seit einigen Tagen ist eine Reifenwaschanlage an Limbachs Grube im Betrieb.
Der Landesbetrieb Straßen NRW, das städtische Ordnungsamt, aber auch Anwohner hatten sich in der Vergangenheit immer wieder über verschmutzte Straßen beschwert; auch die Landstraße 332 bis nach Sieglar hinein oder nach Mondorf blieb nicht verschont. „Zwei- bis dreimal in der Woche“, so der Unternehmer, habe er  eine  Kehrmaschine die Fahrbahnen putzen lassen. Eine provisorische Waschanlage folgte, nun hat Limbach von einem Fachbetrieb aus Süddeutschland die neue Anlage bauen lassen.

Geringer Zeitaufwand

„Jedes Fahrzeug, das die Grube verlässt“, schicken Limbach oder seine Mitarbeiter durch die Anlage. Gemurrt habe noch niemand, der Zeitaufwand sei minimal; quasi im Durchfahren würden die Reifen und vor allem auch die Radkästen gereinigt.

60 bis 80 Lastwagen sind es  täglich, deren Räder gereinigt werden.  Lichtschranken erfassen die Größe der Fahrzeuge, alles vom 7,5-Tonner bis zum 40-Tonner bewältigt die Anlage, für die Limbach einen „mittleren fünfstelligen Betrag“ ausgegeben hat.“
Was bei der Einfahrt eines Lastwagens zunächst wie ein Wasserspiel beginnt, ist Augenblicke später ein veritabler Wasserschwall, der von unten aufwallt und auch von der Seite für Sauberkeit sorgt.

Rund acht Kubikmeter fasst der Wassertank der Anlage;  das Wasser wird aufbereitet und wiederverwendet.  Franz Limbach hat schon jetzt  Ausbaupläne: „Das wird noch erweitert um einen 30-Kubikmeter-Tank, damit sich die  Schwebeteilchen besser absetzen können.“
„Wir machen das freiwillig“, sagt Limbach, der den 1872 gegründeten Familienbetrieb in dritter Generation führt. Auch die benachbarte Eska-Grube wurde mit einer solchen Anlage versehen.

Seine Kollegen aus der Region hat Limbach schon zur Besichtigung eingeladen: Er geht fest davon aus, dass Waschanlagen bald Pflicht werden für Kiesgruben und Deponien. Und die Anwohner? „Wir hoffen, dass die begeistert sind.“