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Wirtschaft im Rhein-Sieg-Kreis: Das planen die großen Unternehmen in Rhein-Sieg für 2016

Gewaltiges Potenzial hat das Evonik-Gelände in Niederkassel-Lülsdorf, ein Umstand, der in diesem Jahr besonders interessant wird: Freie Fläche will das Unternehmen gemeinsam mit der Duisburger Hafen AG in einem Joint Venture entwickeln.

Gewaltiges Potenzial hat das Evonik-Gelände in Niederkassel-Lülsdorf, ein Umstand, der in diesem Jahr besonders interessant wird: Freie Fläche will das Unternehmen gemeinsam mit der Duisburger Hafen AG in einem Joint Venture entwickeln.

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Rhein-Sieg-Kreis -

Ein frohes neues Jahr wünschen sich viele noch dieser Tage. Wird es das auch für die großen Industrieunternehmen im Rhein-Sieg-Kreis? Wir haben uns umgehört. Spannend wird es auf den internationalen Märkten allemal, mit unangenehmen Überraschungen rechnen die Befragten nicht.

Mannstaedt investiert

Konsolidierung hat sich Dieter Wilden, Geschäftsführer bei Mannstaedt in Troisdorf-Friedrich-Wilhelms-Hütte für 2016 vorgenommen – allerdings ist dem im vergangenen Jahr ein Rekordergebnis von 182 000 gewalzten Spezialprofilen vorausgegangen. „Das hatten wir noch nie.“

Reparaturen und Neuanschaffung für den Maschinenpark stehen an, zehn Millionen Euro könne das Werk, das zur Georgsmarienhütte Holding gehört, investieren. Und das sei in Deutschland derzeit keineswegs selbstverständlich. Was die Märkte angeht, sieht Wilden weder die China- noch die Volkswagenkrise als Problem: „Das geht an uns vorbei, ich sehe keine Gewitterwolken.“ Die Arbeitsplätze für die derzeit 740 Mitarbeiter seien sicher. Ein drängendes Thema bleiben aber für Wilden die Energiepreise. Diese müssten auch international gesehen in einem vernünftigen Verhältnis bleiben, um deutsche Unternehmen vor Wettbewerbsnachteilen zu schützen.

Reifenhäuser setzt auf Iran

Ulrich Reifenhäuser stellt sich auf ein gutes Jahr 2016 ein: „In unserem Marktsegment können wir mit dem gleichen Volumen wie im Vorjahr rechnen“, sagt der Geschäftsführer, der mit seinen Brüdern Klaus und Bernd die international tätig Reifenhäuser-Gruppe mit Hauptsitz in Troisdorf-Sieglar leitet. Vor der Kunststoffmesse „K“ im Oktober, die alle drei Jahre in Düsseldorf stattfindet, arbeiten die Maschinenbauer an neuen Produkten und Patenten. Produktionsverfahren sollen noch schneller und energiesparender werden. Schwierig sei das kriselnde China, das mit einem Absatzanteil von etwa fünf Prozent allerdings nicht der wichtigste Markt sei. Kompensiert würden die Einbußen durch Zugewinne im Iran : „Dort gibt es einen hohen Nachholbedarf bei Maschinen, gerade in der Kunststoffindustrie.“ Derzeit habe die Gruppe 1500 Beschäftigte. Reifenhäuser geht davon aus, dass die Arbeitsplätze gesichert sind.

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