Rhein-Berg
Nachrichten und Bilder zu Ereignissen aus dem Bergischen Land

Vorlesen
0 Kommentare

Fahndungsaufruf: Fahrer flüchtete nach tödlichem Unfall

Erstellt
Mit einer Zeltplane schützten die Einsatzkräfte den Unfallort an der Hauptstraße. Der Schneefall behinderte die Ermittlungen.  Foto: Daub
Zu einem dramatischen Verkehrsunfall ist es am frühen Morgen in Rösrath-Hoffnungsthal gekommen: Eine Frau ist von einem Auto erfasst und getötet worden. Inzwischen ist das Opfer identifiziert. Der Unfallverursacher flüchtete, die Polizei fahndet nach ihm. Von
Drucken per Mail
Hoffnungsthal

Selbst die routinierten Unfallermittler der Polizei schockte das dramatische Unfallgeschehen: Mitten auf der Hauptstraße in Hoffnungsthal hat in der Nacht zu Freitag ein unbekannter Unfallfahrer eine 59 Jahre alte Frau erfasst und tödlich verletzt. Der Unglücksfahrer beging Fahrerflucht. Nach ihm wird seit gestern mit Hochdruck gefahndet. Die getötete Frau stammt aus Hoffnungsthal. Der Unfall ereignete sich zwischen 3.30 und 3.50 Uhr.

Ein Passant hatte den leblosen Körper der Frau kurz vor 4 Uhr auf der Fahrbahn entdeckt und die Polizei alarmiert. Der Unfall ereignete sich direkt im Ortskern, etwa zehn Meter hinter der Einmündung der Hofferhofer Straße, in Höhe des Schulhofs der Grundschule. Ein vermutlich in Richtung Untereschbach fahrendes Auto hatte die Frau auf der Fahrbahn erfasst.

Aufgrund von Spurenfunden am Unglücksort handelt es sich bei dem Unfallauto um einen Lieferwagen oder kleineren Lkw („Sprinter“). Die Frau hatte bei dem Zusammenprall schwerste Verletzungen erlitten. Vermutlich wurde sie frontal erfasst und von dem Auto einige Meter mitgeschleift. Eine Obduktion zur Ermittlung der genauen Todesumstände ist beabsichtigt. Zigarettenschachtel, Feuerzeug und Schlüsselbund des Unfallopfers fanden die Beamter verteilt am Fahrbahnrand. Da die karnevalistisch gekleidete Frau keine Ausweispapiere trug, war ihre Identität zunächst unklar. Gegen Mittag berichtete die Polizei, dass es sich bei der Toten um eine 59-Jährige aus Hoffnungsthal handelt. Sie soll in der Nähe des Unglücksortes gewohnt haben. Der Sohn des Opfers hatte die Unfallermittlungen bemerkt und sich daraufhin an die Polizisten gewandt. Notfallseelsorger übernahmen die Betreuung der Familie.

Vermutlich wurde die Frau frontal erfasst

Weil es nach Beginn der Unfallaufnahme zu schneien begonnen hatte, rückte das Technische Hilfswerk mit aus und sicherte die Unfallstelle mit Zelten. Auf diese Weise wollten die Ermittler verhindern, dass durch den Schnee wichtige Indizien verdeckt wurden. Die Beamten der Kreispolizei erhielten Unterstützung von einem Spezialistenteam aus Köln, das jeden Zentimeter im Umkreis der Unfallstelle unter die Lupe nahm. Mit Akribie suchten die Polizisten nach Indizien, die auf das flüchtige Fahrzeug hindeuteten. Unterstützt von der Feuerwehr und einem Rösrather Kfz-Sachverständigen schauten die Ermittler in sämtliche Regengullys, ob sich Spuren des Unfallfahrzeugs finden ließen. Der Gullyinhalt wurde ausgekippt und Stück für Stück nach Splittern oder Farbpartikeln abgesucht. Die Schwere des Unfalls, so Polizeisprecherin Claudia Kammann, deute daraufhin, dass das Fahrzeug im Frontbereich Beschädigungen aufweise.

Eine Fußgängerin ist in Hoffnungsthal auf der Hauptstraße in Höhe der Kreissparkasse Rösrath überfahren worden.
Eine Fußgängerin ist in Hoffnungsthal auf der Hauptstraße in Höhe der Kreissparkasse Rösrath überfahren worden.
Foto: Klaus Daub

In Hoffnungsthal herrschte bis gegen Mittag eine Art „Ausgangssperre“ in den Häusern entlang der Hauptstraße. Mit rotweißem Flatterband hatte die Polizei den Unfallort großräumig abgesperrt, Fußgänger mussten die Passage über die Rotdornallee nehmen. Auch der Autoverkehr wurde über mehrere Stunden über die Wohnstraßen umgeleitet, eine Ausfahrt vom Veurneplatz in Richtung Hauptstraße war nicht möglich. Passanten, die zu Arzt oder Apotheke wollten, gelangten erst nach Absprache mit der Polizei zu ihren Zielen. Bis zum Vormittag dauerte in den Bergungszelten die Aufnahme der Unfallspuren an.

Unmittelbar nach Unfallaufnahme startete die Polizei eine Fahndung nach dem flüchtigen Unfallfahrer. Der Fahrer muss vor 3.50 Uhr über die Hauptstraße gekommen sein, möglicherweise hat er zuvor den Ort Rösrath passiert oder er ist über den Forsbacher „Sommerberg“ Richtung Hoffnungsthal gefahren. In den umliegenden Häusern sprachen die Polizisten mit Anwohnern, ob sie in der Nacht ungewöhnliche Geräusche auf der Hauptstraße wahrgenommen hatten.

Da es sich bei dem Unfallauto möglicherweise um ein Lieferantenfahrzeug handeln könnte, nahm die Polizei auch Kontakt zu den umliegen Einkaufsmärkten auf. Über Zulieferlisten hoffen die Ermittler, das Unfallfahrzeug und den Unfallfahrer zu finden.

Die Polizei fragt:

„Wer kann Angaben zum Unfallhergang machen? Wer kann Angaben zu einem Lieferwagen/kleineren Lkw machen, der in der Zeit von 3.30 bis 3.50 Uhr durch Hoffnungsthal fuhr? Hat jemand das spätere Unfallopfer vor dem Unfall wahrgenommen?“ Hinweise jederzeit an die Notrufnummer 110.

Auch interessant
Rundschau auf dem iPad

Wissenswertes aus dem schönen Wipperfürth und Eventhinweise gibt es im Online-Spezial.

Kleinanzeigen
Zeitreise durch das Bergische
Sonntagsspaziergang nach dem Essen im Lokal an der Sperrmauer.

Das Bergische Land in seiner ganzen Pracht: In unserer Serie werden Geschichten erzählt aus Vergangenheit und Gegenwart.

Rundschau-Service
FACEBOOK
Kölnische Rundschau
Rundschau-Altenhilfe

Die Rundschau-Altenhilfe unterstützt ältere Menschen mit Spenden und Zuwendung. Helfen Sie mit!

Rundschau-Ratgeber
Rundschau-Service