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Feuerwehren im Einsatz: Silo einer Milchpulveranlage in Brand

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Großeinsatz für die Feuerwehren: Am Freitag drang dichter Qualm aus einem Silo einer Milchpulveranlage. Feuerwehrleute aus Lindlar und Kürten waren schnell am Einsatzort. Die Arbeit gestaltete sich anfangs schwierig.
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Eurolat
Zahlreiche Löschzüge waren an dem Einsatz auf dem Gelände der Firma Eurolat beteiligt. (Bild: Schmitz)
HOMMERICH

Großeinsatz für die Feuerwehren: Am Freitag gegen 13.45 Uhr lief in der Technikzentrale der Eurolat-Milchpulververladung, der ehemaligen Tuffy-Molkerei in Hommerich, ein automatisch über Sensoren ausgelöster Brandalarm auf. Gleichzeitig fiel einigen Mitarbeitern der Brand auf. Dichter Qualm entwich aus der Anlage.

Schwer zugängliche Brandstelle

„In einem großen rechteckigen Gebäudeteil ist die Ummantelung des mittleren von drei Silotürmen aus bislang ungeklärter Ursache in Brand geraten. Die Silotürme dienen dazu, austretendes Milchpulver und Staub aufzufangen und aus der Luft zu filtern“, erläuterte Feuerwehr-Pressesprecher Hans Peter Scheurer. Vier Explosionsöffnungen an der Gebäudefassade hatten sich automatisch geöffnet, um den Druck entweichen zu lassen. Wasser aus einem firmeninternen, automatischen Lösch- und Kühlsystems ergoss sich in Kaskaden aus einer der Öffnungen an der Außenwand. Gleichzeitig meldete die Brandmeldeanlage den Brand automatisch an die Feuerwehr.

Feuerwehrleute aus Lindlar und Kürten waren schnell am Einsatzort. Außerdem wurde die große Drehleiter der Wipperfürther Feuerwehr und zur besseren Erkundung eine Wärmebildkamera von der Kreisleitstelle Kotthauserhöhe angefordert.

Im Einsatz waren die Löschgruppen Biesfeld und Dürscheid sowie der Löschzug Lindlar, die Polizei und der Rettungsdienst aus Lindlar. Die Einsatzleitung übernahm zunächst der Lindlarer Löschgruppenführer Hans Peter Scheurer, dann bei seinem Eintreffen der Lindlarer Vize-Wehrführer Dietmar Feldhoff. Verletzt wurde bei dem Brand niemand.

Die Arbeit der Feuerwehrleute gestaltete sich anfangs schwierig. Die Brandstelle war sehr schwer zugänglich. Auf dem Hof vor der Firma herrschte emsige Betriebsamkeit, überall standen Löschfahrzeuge, an mehreren Stellen wurden C-Rohre ausgerollt, Ausrüstung entladen, ein Stromerzeuger in Gang gesetzt. Über die Drehleiter wurden zunächst Erkundungstrupps auf einem Dach eines benachbarten hohen Turmes abgesetzt. Gegen 15.30 Uhr gelang es dann, über ein am Korb der Drehleiter befestigtes C-Rohr, Löschwasser in die größten der vier rechteckigen Explosionsöffnungen hineinzuspritzen.

Wasser ergoss

sich in die Tiefe

Es zischte, qualmte, dicke, schwarze Brocken und braunes Wasser ergoss sich in einem Schwall in die Tiefe. Insgesamt vier Erkundungstrupps befanden sich schon im oder auf dem Turm, als Scheurer einen fünften Trupp über einen Steg in den rund einen Meter breiten Zwischenraum zwischen Gebäudewand und Siloaußenwand schickte. Das Silo verfügt über zwei Öffnungen. Eine sollte zur Erkundung geöffnet werden. Am frühen Abend hatte die Feuerwehr den Brand gelöscht.

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