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Kranker Baum: Die Blutbuche kann bleiben

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Auf dem Sülztalplatz in Rösrath steht diese Rotbuche, um die monatelang debattiert wurde. Eine letzte Prüfung zeigte nun: Die Probleme mit den Wurzeln sorgen auch für den  dünneren unteren Stamm. Dennoch  besteht derzeit keine  Gefahr.  Foto: Daub
Es beschäftigte den Umweltausschuss über drei Sitzungen: Das Thema „Blutbuche am Sülztalplatz“. Jetzt ist klar: Die Blutbuche kann bleiben. Selbstverständlich ist das nicht. Denn seit bekannt wurde, dass der Baum kränkelt, kamen immer neue Ideen auf.
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Rösrath

Es beschäftigte den Umweltausschuss über drei Sitzungen: Das Thema „Blutbuche am Sülztalplatz“. Jetzt ist klar: Die Blutbuche kann bleiben. Selbstverständlich ist das nicht. Denn seit bekannt wurde, dass der Baum kränkelt, kamen immer neue Ideen auf.

Sofort fällen und einen neuen Baum pflanzen, war eine Option. Für die sich auch Bürgermeister Marcus Mombauer („Es macht Sinn, einen kranken Baum zu fällen“) einsetzte. Oder aber eine „Operation am lebenden Baum“? Ein Fachmann hatte „Würgewurzeln“ als Krankheitsursache ausgemacht. Die Wurzeln sorgten dafür, dass die Versorgung des Baumes nicht mehr bis in die obersten Äste reichte, der Stamm unten auch dünner war. Im Sommer waren erste „Lücken“ sichtbar geworden in der Krone. „Eventuell“ könne man durch vorsichtiges Beschneiden der Wurzeln eine Besserung erreichen, meinte der Fachmann. Allerdings war er selbst skeptisch, wollte keine Erfolgschancen für diesen Vorschlag angeben.

Besonders intensiv debattierte der Bau-, Vergabe und Umweltausschuss die Idee eines „Baumes im Container“, aufgebracht von Dr. Gerold Sigrist (Grüne): Damit habe man jederzeit einen Ersatz bei der Hand, falls die Blutbuche gefällt werden müsse, könne sich aber mit der Fällung Zeit lassen. Folge man seiner Idee, könne man einen „schönen großen Baum“ für 5000 Euro hinstellen, der zuvor in der Nähe des Sülztalplatzes in einem Container aufbewahrt werde.

Rettender „Zugversuch“

Das Fazit der Verwaltung dazu lautete jedoch : „Zu teuer und zu aufwändig“. Schließlich müsse ein Baum im Container auch ständig versorgt werden.

Übrig als kleinster gemeinsamer Nenner blieb im Ausschuss zuletzt nur der Vorschlag für einen „Zugversuch“: Auf das Angebot von Kalli Müllenbach (FDP), er könne der Stadt Geld sparen und den Versuch mit seiner Seilwinde selbst durchführen, wollte die Verwaltung nicht zurückkommen . . . Beauftragt wurde eine Fachfirma, die dieser Tage tätig wurde. Was die Stadt über 1000 Euro kostete. Dazu kamen Kosten für einen Höhenkletterer, der die Seile befestigte. Und siehe da: Der Baum hat die Prüfung mit Bravour bestanden. Für die nächsten Jahre, so das Gutachten, wird der in den oberen Ästen kümmernde Baum mit Sicherheit stehen bleiben. Was der Experte mit „Bruchsicherheitsfaktor“ von mindestens 1,57 angibt, bedeutet: Selbst bei einem Orkan bliebe der Baum stehen. Lediglich Totholz in der Krone solle entfernt werden. Und der Versuch müsse erst in fünf Jahren wiederholt werden.

Der Umweltausschuss, so scheint es, muss sich demnächst ein neues „Lieblingsthema“ suchen. (tf)

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