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Projekt für die Wildbrücke: Jugendkunst statt Schmierereien

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So genau nicht: Wie diese Wildbrücke über die A 3 soll die neue  Brücke  nicht aussehen, sondern künstlerisch gestaltet werden.  Foto: Daub
Das künftige neue „Tor nach Rösrath“, die Wildbrücke auf der Landstraße L 284, soll nicht Opfer von Graffiti-Schmierereien werden. Dafür wollen mehrere Rösrather sorgen. Von
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Rösrath/ Köln

Das künftige neue „Tor nach Rösrath“, die Wildbrücke auf der Landstraße L 284, soll nicht Opfer von Graffiti-Schmierereien werden. Dafür wollen mehrere Rösrather sorgen.

Nachdem die Landeszeitung über die „Verzierungen“ berichtet hatte, die sich auf der Wildbrücke über die Autobahn A3 zeigen, regte Robert Scheuermeyer, der Leiter des Pflege- und Altenheims Kleineichen, erstmals an, es solle eine gezielte Bemalung der Brücke geben, umgesetzt womöglich mit Hilfe von Jugendlichen und Profi-Künstlern.

Die Idee fand inzwischen weitere Unterstützer: Holger Wondratschek, Leiter des Jugendzentrums „Juze“, hat bereits einige Ideen zur Gestaltung. So könnten auf der Brücke auf grüner „Camouflage“ Bilder der Tiere, die dort künftig wechseln sollen, aufgemalt werden.

Bürgermeister und Stifter unterstützen Idee

Zudem sollten etwa in Richtung Köln „Domspitzen“ zu sehen sein, in Richtung Rösrath dafür Rösrather Wahrzeichen.

Nach Aktionen unter dem Motto „Sprühsinn“ gibt es im Bereich des Juze zahlreiche Jugendliche, die Erfahrungen mit dem großräumigen Bemalen von Steinflächen nach Vorgaben haben. Daher könnten an so einem Projekt zehn bis 20 Personen teilnehmen. Die Jugendlichen waren bei den Kursen von Profi-Sprayern als Tutoren angeleitet worden, die auch für ein derartiges Projekt zur Verfügung stehen könnten, so Wondratschek. Er kalkuliert mit Kosten von mindestens 3500 Euro für eine Bemalung der Brücke.

Für die Kosten selbst signalisierte zudem der rührige Rösrather Stifter Dr. Jürgen Rembold Unterstützung, so lange er nichts mit der sicher aufwändigen Organisation des Projektes zu tun haben.

Auch von der Stadtspitze bekommt die Idee Unterstützung: Bürgermeister Marcus Mombauer zeigte sich gegenüber der BLZ bereit, für das Projekt bei seinem Kölner Amtskollegen Jürgen Roters zu werben.

Eine Verwirklichung steht und fällt mit dem Plazet des Landesbetriebs Straßen NRW, der mit dem Bau des Millionenobjektes befasst ist. Der zuständige Sprecher Laurenz Braunisch erklärte auf Anfrage, man werde „das Projekt nicht von vorneherein ablehnen“. Eine ansprechende Bemalung sei selbstverständlich besser als wilde Graffiti. Die Bemalung müsse allerdings dezent sein, dürfe nicht ablenkend auf Autofahrer wirken, oder dazu führen, dass viele Menschen dort Halt machten. Klar sei: Der Landesbetrieb habe keine Mittel für Beseitigung von Schmierereien.

Einer Umsetzung müssten zahlreiche weitere Beteiligte zustimmen. Neben dem Landesbetrieb Straßen sind das auch die Stadt Köln, der Landesforstbetrieb sowie – da die Brücke in einem Naturschutzgebiet steht – die Untere Landschaftsbehörde.

Auch müsste ein Gerüst gebaut werden, um eine Bemalung zu ermöglichen. Viel Zeit bleibt nicht: Die Arbeiten an der neuen Wildbrücke neigen sich ihrem Ende zu. Damit wächst die Gefahr von „wilden“ Graffiti.

 

 

 

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