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Rettung für „Mittendrin“: Caritas überrascht mit Nachricht von Gladbacher Spender

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Sollen weiterarbeiten dürfen: „Mittendrin“-Leiterin Susanna Koutsourelaki (l.) und Martina Van Assel.  
Damit hatte gestern Nachmittag niemand gerechnet: „Es wird wahrscheinlich nicht zur Schließung der Begegnungsstätte ,Mittendrin’ kommen“, verkündete Kreis-Caritas-Direktor Hans-Peter Bolz den mehr als 70 Besuchern, die spontan applaudierten. Von
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Bergisch Gladbach

Damit hatte gestern Nachmittag niemand gerechnet: „Es wird wahrscheinlich nicht zur Schließung der Begegnungsstätte ,Mittendrin’ kommen“, verkündete Kreis-Caritas-Direktor Hans-Peter Bolz den mehr als 70 Besuchern, die spontan applaudierten. Dabei waren sie eigentlich in der Erwartung ins Laurentiushaus gekommen, dass der Caritas-Vorstand ihnen erkläre, warum er – wie letzte Woche bekannt geworden – die Seniorenbegegnungsstätte zum 31. März schließe.
Warum jetzt die erfreuliche Wende? Am Freitag habe sich eine „namhafte Person“ aus Bergisch Gladbach gemeldet und sich bereit erklärt, der Begegnungsstätte „Mittendrin“ finanziell zu helfen, so Bolz: „Und wir haben sehr viel Vertrauen in diese Person.“ Nach BLZ-Informationen handelt es sich um einen Gladbacher, der durch eine Stiftung auch anderweitig sozial engagiert ist.

Obwohl „Mittendrin“ von der Stadt mit jährlich mehr als 40 000 Euro gefördert wird, fehlten der Caritas zuletzt 14 000 Euro pro Jahr, um die mit anderthalb hauptamtlichen Mitarbeiterstellen ausgestattete Begegnungsstätte zu finanzieren. 56 000 Euro hatte der Caritasverband nach Angaben von Verwaltungsleiter Wilfried Orbach allein in den vergangenen vier Jahren zugeschossen. Geld, das nun nicht mehr zur Verfügung stehe.

In welcher Form und für welche Dauer der neue Geldgeber nun einspringen will, dazu äußerte sich Bolz gestern noch nicht konkret. Nur so viel: „Die Person will uns spürbar und nachhaltig unterstützen, und wir sind ihr dafür sehr dankbar.“ Auch die beiden hauptamtlichen Mitarbeiterinnen, denen bereits gekündigt worden war und die andere Stellen bei der Caritas angeboten bekommen hatten, könnten ihre Arbeit fortsetzen, so Bolz.

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Die beiden waren unterdessen von der Wende offenbar genauso überrascht wie die Besucher. Wie sehr ihre Arbeit und die der rund 35 ehrenamtlichen Mitarbeiter geschätzt wird, machten zahlreiche Besucher deutlich.

Auch wenn die Angebote nun über 2013 hinaus fortgeführt würden, so wolle die Caritas doch bis zum Sommer mit den Nutzern ein Konzept erstellen, wie noch weitere Unterstützer gefunden werden und was Initiativen selbst mit entwickeln können, so Bolz.

Am heutigen Dienstag will die Caritas die Stadt informieren. Deren Mitarbeiter Alexander Grothe vom Seniorenbüro war gestern bereits bei der Info-Veranstaltung und begrüßte die Wende. Zugleich appellierte er, den Charakter von „Mittendrin“ als Anlaufstelle im Zentrum zu erhalten.

Irritiert zeigte sich Friedhelm Bihn von der evangelischen Begegnungsstätte an der August-Kierspel-Straße: „Ich habe wenig Verständnis dafür, dass die Caritas jetzt, da wir nach zwei Jahren gemeinsam erreicht haben, dass die Stadt die Fördermittel nicht reduziert, mit Schließung einer Begegnungsstätte droht.“

„Wir wollten nicht pokern“, so der Caritas-Chef, der den Besuchern ein transparentes Vorgehen zusicherte.

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