Die Einrichtung stammt aus den 1970er Jahren, die Heizkosten sind horrend. Schloss Heiligenhoven ist in einem schlechten Zustand. 60 000 Euro steckt der Landschaftsverband Rheinland (LVR) Jahr für Jahr nur in den Erhalt des Gebäudes. Alle Versuche, einen Pächter für das unsanierte Haus zu finden, sind bislang gescheitert. Eine Sanierung und Modernisierung aber würde zwischen 8 und 11 Millionen Euro kosten. Das ist dem LVR zu teuer.
Nachdem der Bauausschuss des LVR im Mai bereits grünes Licht für einen möglichen Verkauf gegeben hat, stimmte auch der Landschaftsausschuss zu. Während der LVR weiter nach einem möglichen Pächter sucht und zu diesem Zweck auch mit einer Kölner Brauerei verhandelt, die über einen größeren Pächterpool verfügt, bereitet man in Deutz gleichzeitig den Verkauf vor.
In wenigen Tagen soll Schloss Heiligenhoven im Internet zum Verkauf angeboten werden, sowohl auf der Homepage des LVR als auch bei Immobilienscout24.de. Das entsprechende Exposé wird derzeit erstellt. Einen konkreten Kaufpreis oder ein Mindestangebot wird der LVR nicht nennen, stattdessen soll Schloss Heiligenhoven im so genannten Höchstgebotsverfahren an den Mann gebracht werden. Ähnlich wie bei einer Ausschreibung geben die Bieter schriftliche Angebote ab, die dann geprüft werden. Dabei muss der Zuschlag nicht zwingend an den Interessenten mit dem höchsten Gebot gehen, die Stimmigkeit von Kaufpreis und Konzept soll stattdessen den Ausschlag geben. Wie lange Schloss Heiligenhoven im Internet angeboten wird, steht noch nicht fest. „Bei Objekten dieser Größenordnung macht eine von vornherein begrenzte Angebotsfrist keinen Sinn“, hießt es dazu gestern von der Pressestelle des LVR.




